FAZ plus ArtikelVor der Präsidentschaftswahl

Was Donald Trump den Arbeitern gebracht hat

Von Marcus Theurer
Aktualisiert am 02.11.2020
 - 14:10
Gerade um Arbeitsplätze in der Industrie wollte sich der amerikanische Präsident kümmern – und verhängte dafür Zölle und mehr. Was ist daraus geworden?

Anfang August dröhnte über der amerikanischen Kleinstadt Clyde der Himmel. Präsident Donald Trump war auf seiner Wahlkampftour mit einer kleinen Armada von Hubschraubern im Landeanflug. Nach Clyde im nordöstlichen Bundesstaat Ohio kam er, weil dort der amerikanische Haushaltsgerätehersteller Whirlpool eine große Fabrik betreibt. Trump stand vor einer Wand von Waschmaschinen-Verpackungsboxen, auf denen die amerikanische Flagge prangte, und schwärmte davon, dass auf jedem einzelnen Gerät, das hier montiert werde, „dieser ruhmreiche Satz“ stehe: „Made in America“. Es war ein Auftritt, wie der Präsident ihn liebt.

Donald Trump und der amerikanische Fabrikarbeiter, das war immer schon eine besondere Beziehung. Die Verheißung, er werde die vielen, auch ohne Hochschulabschluss erreichbaren, aber ordentlich bezahlten Industriejobs aus der guten alten Zeit der achtziger und neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nach Amerika zurückbringen, war von Anfang an ein zentrales politisches Versprechen Trumps. Deshalb hat er in den vergangenen Jahren den Zollkrieg mit China und Europa angefangen, der die Welthandelsordnung aus den Angeln zu heben droht.

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Quelle: F.A.S.
Marcus Theurer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Marcus Theurer
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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