FAZ plus ArtikelEnergieversorgung

Atomkraft „made in Germany“

Von Marcus Theurer
19.06.2021
, 13:13
Sogar das Atom-Ei war mal modern: Der erste deutsche ­Forschungsreaktor in Garching bei München wurde im Jahr 1957 in Betrieb genommen.
Deutsche Kernphysiker wollen mit ihrem Start-up die Atomkraft revolutionieren. Investoren machen dafür Millionen locker.
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An Selbstbewusstsein fehlt es den Gründern nicht: „Wir erfinden die Kernkraft neu. Gut für Menschen, gut für die Natur“, heißt es auf der Startseite von Dual Fluid Energy Inc., einem Start-up-Unternehmen mit Sitz im kanadischen Vancouver. Dual Fluid verspricht, einen neuartigen Atomreaktor zu bauen, der „aus Atommüll Strom für Generationen erzeugt“. Sicher, kostengünstig, klimaschonend – und die Nu­klearabfälle der Vergangenheit können dabei auch noch beseitigt werden.

Interessant ist an der in diesem Jahr gegründeten Firma noch etwas anderes: Die Gesellschaft ist zwar in Kanada registriert, doch die Macher hinter dem Unternehmen sind Deutsche. Das technische Konzept des Dual-Fluid-Reaktors wurde hierzulande entwickelt von einem Häuflein von Wissenschaftlern, die trotz des längst besiegelten deutschen Atomausstiegs weiter an diese Form der Stromerzeugung glauben.

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Quelle: F.A.S.
Marcus Theurer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Marcus Theurer
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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