Hubschrauberabsturz

Augustus Intelligence-Gründer offenbar unter den Opfern

20.10.2021
, 15:16
Buchen: Trümmerteile eines Hubschraubers vom Typ Robinson R44 und Feuerlöscher liegen in einem Wald nahe der Grenze zu Hessen und Bayern.
Bei dem Hubschrauberabsturz im Odenwald ist offenbar der Gründer von Augustus Intelligence ums Leben gekommen. Das Unternehmen war durch die Lobbyismus-Affäre des CDU-Abgeordneten Philipp Amthor bekannt geworden.
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Bei einem der drei Opfer des Hubschrauberabsturzes, der sich am Sonntag im Norden Baden-Württembergs ereignet hat, handelt es sich offenbar um Wolfgang Haupt, einen Mitgründer des Start-up-Unternehmens Augustus Intelligence. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn am Mittwoch gegenüber der F.A.Z. mit: „Wir gehen davon aus, dass er unter den Opfern ist. Ein abschließender DNA-Abgleich zur endgültigen Klärung steht aber noch aus.“ Der Fernsehsender ntv hatte zuerst darüber berichtet.

Zur Ursache des Unfalls, bei dem am Sonntag alle drei Insassen gestorben waren, konnte die Polizei indes noch keine Angaben machen. „Da laufen die Ermittlungen der Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung noch.“ Abgestürzt war der Hubschrauber vom Typ Robinson R44 gegen 13 Uhr über einem Wald in Buchen – nahe der Grenze zu Hessen und Bayern. Gestartet war der einmotorige Helikopter laut Polizei und Staatsanwaltschaft im mittelfränkischen Herzogenaurach.

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Augustus Intelligence, das in Deutschland vor allem durch die Lobbyismus-Affäre des CDU-Abgeordneten Philipp Amthor in die Schlagzeilen geriet, hatte im April dieses Jahres bei einem Gericht in Wilmington im Bundesstaat Delaware einen Antrag auf Insolvenz gestellt – nach amerikanischem Recht auch „Chapter 11“ genannt. Das Wall Street Journal hatte zuvor von Ermittlungen der amerikanischen Börsenaufsicht und einem „bedrohlich niedrigen“ Bargeldbestand berichtet.

Das Start-up war im Juni 2018 von den Deutschen Wolfgang Haupt und Pascal Weinberger gegründet worden. Spezialisiert war es nach eigenen Angaben auf Technologien zur Künstlichen Intelligenz und Gesichtserkennung.

Zu Jahresbeginn war bekannt geworden, dass der Abgeordnete Amthor sich für das Start-up aus New York mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eingesetzt und für politische Unterstützung geworben hatte. Für seine Bemühungen erhielt Amthor Aktienoptionen und einen Direktorposten. Auch der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg war Aktionär bei Augustus Intelligence und soll sich für das Unternehmen eingesetzt haben.

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Quelle: dali./FAZ.NET
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