FAZ plus ArtikelNach der Mammutreform

Der Stolperstart der Autobahn GmbH

Von Kim Maurus
03.08.2021
, 11:17
Eine Baustelle auf der A2 in Hannover
Seit Jahresbeginn werden Deutschlands Autobahnen zentral verwaltet. Eine einheitliche Steuerung sollte die veralteten Prozesse vereinfachen. Doch an einigen Stellen ruckelt es noch gewaltig.

Als Mitte April 2021 alles drunter und drüber lief, habe eigentlich niemand mit der Presse sprechen wollen, sagt der Bremer Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger. Vor allem die kleineren Bauunternehmen hätten Angst gehabt. Er habe es sich erlauben können. Weil die Autobahn GmbH des Bundes seine Rechnungen nicht bezahlte, legte Krögers Unternehmen die Arbeit nieder. Mitunter acht Wochen lang sorgte im Frühjahr niemand mehr für die Wartung und Instandhaltung der 2500 Brücken und Bauwerke der Bundesstraßen im Land Bremen.

Bis Mitte März hatten sich bei der Autobahn GmbH einem Medienbericht zufolge 20.000 unbearbeitete Rechnungen angestaut, von einer Summe von bis zu 1,2 Milliarden Euro war die Rede. Sein Streik habe gewirkt, sagt Kröger, die Situation habe sich anschließend verbessert. Vor allem den kleineren Firmen habe die Autobahn GmbH schnell mit Notüberweisungen geholfen, die lokalen Mitarbeiter seien sehr engagiert gewesen. Doch reibungslos laufe die Zusammenarbeit immer noch nicht.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Maurus, Kim
Kim Maurus
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