FAZ plus ArtikelDeutsche Autos und Klimawandel

Das nötige Bekenntnis

EIN KOMMENTAR Von Tobias Piller
11.09.2021
, 08:16
Ein Volkswagen ID.3 steht während der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA Mobility) am Messestand von Volkswagen.
Deutschland lebt von teuren, schnellen und international begehrten Autos. Die können auch klimaneutral werden.
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Die Vorbereitungen für die neue Automesse IAA Mobility in München waren lange geprägt von vorsichtigem Vortasten, doch am Ende hat der Veranstalter, der Verband der deutschen Automobilindus­trie, eine mutige Entscheidung für viele Neuerungen getroffen. So ähnlich war in den vergangenen Jahren auch die Vorgehensweise der großen deutschen Autohersteller. Erst nach Jahren mit mehr oder weniger vorsichtigen Experimenten haben der Volkswagen-Konzern, BMW und Daimler Vollgas gegeben in Richtung Erneuerung der Modellpalette, zuerst mit vielen Hybridautos und dann mit einem breiten Angebot von – teils auch vom Design her futuristisch anmutenden – rein elektrisch angetriebenen Autos.

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Der Betrug mit den Schadstoffen aus Dieselmotoren bei Volkswagen, zuletzt die Diskussion über den Klimaschutz treiben die Autokonzerne an, sich so schnell und umfassend wie möglich als revolutionäre Veränderer zu präsentieren. Weil vor und während der IAA fast nur über Elek­troautos gesprochen und kommuniziert wurde, entsteht der Eindruck, alle Probleme seien gelöst, sobald die Autohersteller keine Wagen mehr mit Benzin- oder Dieselmotor herstellen, sondern nur noch Elektroautos verkaufen.

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Autorenporträt / Piller, Tobias (tp.)
Tobias Piller
Redakteur in der Wirtschaft.
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