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Fehlerhafte Airbags

BMW muss in Amerika über 300.000 Autos zurückrufen

Aktualisiert am 17.01.2020
 - 10:56
Das Logo des Münchner Unternehmens BMW: In Amerika werden mehr als 300.000 Autos des Herstellers wegen fehlerhafter Airbags zurückgerufen.
Auch Teile des hilfsweise nach dem Takata-Skandal eingebauten Airbagsystems könnten explodieren, teilte die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde am Freitag mit.

Auch der deutsche Autohersteller BMW muss wegen fehlerhafter Airbags tausende Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten zurückrufen. Betroffen sind 356.920 Autos, wie die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Freitag in Washington mitteilte. Teile des hilfsweise nach dem Takata-Skandal eingebauten Airbagsystems könnten ebenfalls explodieren.

Die NHTSA hatte bereits mitgeteilt, dass es auch bei den in Takata-Rückrufen ersatzweise eingebauten Airbag-Inflatoren Probleme gebe, von denen viele Automarken betroffen sein könnten. Darunter befinden sich auch die deutschen Autobauer Volkswagen , dessen Tochtergesellschaft Audi sowie Daimler mit seinen Vans. Produziert hatte Takata schätzungsweise 10 Millionen der möglicherweise fehlerhaften Teile für den amerikanischen Markt. Wie viele davon insgesamt in Autos eingesetzt sind, sei noch unklar. Einige Hersteller hätten bereits mit entsprechenden Rückrufen begonnen. So hatte vor wenigen Tagen der japanische Hersteller Nissan mehr als 300.000 Wagen zurückgerufen.

Defekte Airbags des Herstellers Takata bereiten den Autobauern seit Jahren Probleme und haben den bislang größten Autorückruf in den Vereinigten Staaten verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in Amerika ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

Quelle: dpa
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