FAZ plus ArtikelVerkehrswende

Frankreichs Busse nehmen sich Uber zum Vorbild

Von Christian Schubert, Paris
14.08.2019
, 21:10
In der teuren Innenstadt von Paris wohnen die wenigsten Menschen. Stattdessen pendeln sie zur Arbeit. Eine der Vorstädte wurde mit einem digitalen Verkehrssystem vernetzt – was nicht wirklich gut klappt.

Sich als Einwohner von Paris zu erkennen zu geben gehört zu jenen Stellen in einer Party-Unterhaltung, die zumindest in Deutschland schnell neidische Kommentare auslösen. Wer würde den Flair der Seine-Metropole in Zweifel ziehen? Gar nicht so wenige. Denn Paris ist auch teuer, eng, wenig grün, laut und schlecht durchlüftet. Daher wohnen zwölf Millionen Menschen im Großraum Paris, aber nur rund zwei Millionen in der eigentlichen Stadt.

Auf einer Fläche, die fast so groß ist wie Schleswig-Holstein, stellt sich die Frage des Verkehrs täglich – und zwar des öffentlichen Nahverkehrs, denn die Straßen sind unter der Woche fast immer verstopft. Ohne Busse und Bahn kämen Millionen Menschen in den Vororten, den Banlieues, nicht zur Arbeit. Wegen der großen Distanzen und des Zustands der Verkehrswege gelingt ihnen das ohnehin mehr schlecht als recht. Verlegt ein Arbeitgeber seinen Standort auf die andere Seite des Ballungsraumes, kann er einen Großteil seiner Mitarbeiter verlieren.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schubert, Christian
Christian Schubert
Wirtschaftskorrespondent in Paris.
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