FAZ plus ArtikelNachhaltiges Wachstum?

Der Osten steht unter Strom

Von Julia Löhr, Berlin
30.12.2020
, 18:18
Tesla in Grünheide, VW in Zwickau, CATL nahe Erfurt: Ostdeutschland will zu einem der europäischen Zentren der Elektromobilität werden. Doch etwas Entscheidendes fehlt bislang noch.

Wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern geht, gibt es häufig wenig Erfreuliches zu berichten. Zwar hat sich die Wirtschaftsleistung der nicht mehr ganz so neuen Länder seit der Wiedervereinigung vervierfacht. Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner verharrte zuletzt aber bei 73 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts.

Auch die Arbeitslosenquote liegt noch 1,7 Prozentpunkte höher als in den westdeutschen Bundesländern. Jüngstes Beispiel für den Abbau von Stellen ist der Süßwarenhersteller Haribo, der sein einziges Werk in Ostdeutschland schließt, um die Produktion im Rheinland zu bündeln. „Was in den neuen Ländern fehlt, sind strukturstarke Regionen mit einer hohen Produktivität und hochbezahlten Arbeitsplätzen“, heißt es im Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Löhr, Julia
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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