Chaos wegen Personalmangel

Regierung will Einsatz ausländischer Hilfskräfte an Flughäfen erleichtern

29.06.2022
, 10:53
Hubertus Heil (SPD), Volker Wissing (FDP) und Nancy Faeser (SPD) stellen Maßnahmen zur Abhilfe der Situation an den deutschen Flughäfen vor.
Lange Warteschlangen und Flugausfälle: An den Flughäfen herrscht kurz vor dem Ferienbeginn Chaos. Die Bundesregierung will ausländischen Hilfskräften nun schnelle Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse erteilen. Kurzfristig ändert sich dadurch jedoch nichts.
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Die Bundesregierung will der Luftfahrt helfen, den Personalengpass an deutschen Flughäfen und damit das dortige Chaos abzumildern. Befristet angestellte Hilfskräfte aus dem Ausland sollen kurzfristig an den Flughäfen einspringen können und etwa bei der Gepäckabfertigung und beim Check-in aushelfen, sagten Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenministerin Nancy Faeser (beide SPD) am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.

Die Minister bekräftigten, dass es keine Abstriche bei der Sicherheit geben dürfe und dass die Hilfskräfte – vor allem aus der Türkei – nach Tariflohn bezahlt würden. Es fehlten vor allem Fachkräfte bei Bodendienstleistern und privaten Sicherheitsfirmen. Man wolle nun schnell Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse erteilen, sagte Faeser. Heil ergänzte, man werde Lohn- und Sozialdumping ausschließen. Leiharbeit werde es nicht geben. Eingestellt werden müssten die Arbeitskräfte von den Unternehmen selbst.

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Dies soll insgesamt dazu beitragen, die zum Teil chaotische Situation an den Airports zu entschärfen. Denn Personalmangel bei Airlines und vor allem Bodendienstleistern sorgt für Warteschlangen, Verspätungen und Flugstreichungen. Europaweit streichen Airlines Tausende Flüge, um das überforderte System zu entlasten. Allein die Lufthansa nimmt für den Sommer rund 3000 Verbindungen an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München aus dem Flugplan. Airline-Chef Carsten Spohr entschuldigte sich bei den Passagieren und räumte ein, dass man nach der Pandemie-Krise beim Sparen „an der ein oder anderen Stelle übertrieben“ habe.

Allerdings dürften viele Hilfskräfte wohl frühestens im August zum Einsatz kommen – und damit für das Feriengeschäft an vielen Flughäfen schon zu spät, sagte Thomas Richter, der Chef des Arbeitgeberverbands der Bodenabfertigungsdienstleister im Luftverkehr (ABL), jüngst im Reuters-Interview. „Es löst nicht das Problem, aber es hilft mit Sicherheit.“

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Quelle: Reuters/dpa
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