FAZ plus ArtikelLuftfahrtpräsident Gerber

„Neue Regelung bringt keine zusätzliche Sicherheit“

Von Timo Kotowski
01.11.2020
, 13:14
Von 8. November an müssen Flugreisende aus Risikogebieten in Quarantäne statt zum Test. Luftfahrtpräsident Peter Gerber sieht darin einen „De-Facto-Lockdown“. Er hält eine Alternative für besser.

Herr Gerber, die Bundeskanzlerin mahnt zum Daheimbleiben, im Inland gelten von Montag an mehr Beschränkungen. Ist es noch klug zu fliegen?

Wenn wir über das Fliegen an sich sprechen: Ja. Es gibt momentan kaum einen sichereren Ort als das Flugzeug. Filter wie in Operationssälen reinigen die Luft. Die Kabinenluft wird alle drei Minuten komplett ausgetauscht. Darüber hinaus tragen alle Reisenden eine Mund-Nasen-Bedeckung. Weltweit sind seit Jahresbeginn unter 1,2 Milliarden Passagieren 44 Infektionsfälle bekannt geworden. Das Risiko, sich an Bord eines Flugzeugs anzustecken, beträgt also 1:27 Millionen. Zur Einordnung: Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden, liegt bei 1:18 Millionen, die für einen Sechser im Lotto bei 1:16 Millionen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kotowski, Timo
Timo Kotowski
Redakteur in der Wirtschaft.
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