FAZ plus ArtikelNeue Studie

Straßen sind ein Zuschussgeschäft

Von Thiemo Heeg
20.09.2021
, 06:30
ICE gegen Autobahn: Wer kann seine Kosten besser decken?
Das Auto ist uns lieb – und teuer: Zahlen müssen dafür alle in erheblichem Maße. Das hat eine neue Studie ermittelt. Die Bahnbranche sieht sich benachteiligt.
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Wer bestellt, zahlt – das ist eine der Grundregeln nicht nur in der Kneipe, sondern in der gesamten Volkswirtschaft. Oft wird dieses Prinzip jedoch durchbrochen; besonders oft im Verkehrssektor. Hier sind Erlöse und Kosten so unübersichtlich und intransparent, dass sich kaum nachvollziehen lässt, wie die einzelnen Verkehrsmittel im Konkurrenzvergleich eigentlich abschneiden. Das ärgert vor allem Bahnunternehmen, die sich im Vergleich zu Auto und Lkw benachteiligt fühlen.

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Der Berliner Verkehrsprofessor Christian Böttger hat nun im Auftrag des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) nachgerechnet und versucht, die einzelnen Verkehrsträger wirtschaftlich zu vergleichen. Das Ergebnis fällt für den Straßenverkehr überraschend schlecht aus: „Er deckt seinen Kostenbedarf nur zu rund 36 Prozent und wird folglich aus öffentlicher Hand in erheblichem Umfang subventioniert“, heißt es in der Untersuchung, die am Montag veröffentlicht wird und die der F.A.Z. vorab vorliegt.

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Thiemo Heeg - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Thiemo Heeg
Redakteur in der Wirtschaft.
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