Elektromobilität

Altmaier will Batteriezellen von Tesla fördern

Von Julia Löhr
Aktualisiert am 24.11.2020
 - 16:37
In Grünheide soll nach Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk das weltgrößte Batteriezellenwerk entstehen.
Tesla-Chef Elon Musk will das künftige Werk in Grünheide zur weltgrößten Batteriefabrik machen. Wirtschaftsminister Altmaier stellt dem Elektroauto-Hersteller eine „beträchtliche Förderung“ in Aussicht.

Noch beziehen deutsche Autohersteller die Batteriezellen für ihre Elektroautos großteils aus Asien. Die Bundesregierung will das ändern. Knapp 3 Milliarden Euro hat sie mittlerweile bereitgestellt, um den Aufbau einer Batteriezellenfertigung in Deutschland zu fördern.

Davon soll auch der amerikanische Autohersteller Tesla profitieren, der gerade seine erste europäische Fabrik im brandenburgischen Grünheide baut. Tesla könne mit einer „beträchtlichen Förderung“ des Staates rechnen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag am Rande einer Fachtagung. Tesla-Chef Elon Musk habe zugesagt, das geplante Werk im Umland von Berlin werde die weltgrößte Fabrik des Unternehmens zur Batterieproduktion, berichtete er.

Details zu der Förderung sollen folgen, sobald die EU-Kommission das zweite Batteriezellenkonsortium genehmigt hat. Damit wird bis Ende des Jahres gerechnet. Ein erstes Batterieprojekt mit 17 Unternehmen aus sieben EU-Ländern wurde schon genehmigt. Das zweite europäische Gemeinschaftsprojekt umfasst rund 50 Unternehmen aus zwölf Staaten. Laut Altmaier stammen 16 davon aus Deutschland. Namentlich nannte er BASF, Varta, Volkswagen und BMW.

Bislang war noch offen, inwieweit Tesla Fördermittel aus dem Programm des Bundes bekommt. Voraussetzung dafür ist, dass nicht nur Batteriezellen in Deutschland gefertigt werden, sondern hierzulande auch Forschung stattfindet. Der aktuelle Bauantrag von Tesla in Grünheide umfasst jedoch noch nicht einmal die Batterieproduktion. Dieser Teil des Werks soll erst in einem nächsten Schritt entstehen.

Allerdings hat das Unternehmen in den vergangenen Tagen auf dem Waldstück rund um die schon stehenden Produktionshallen Harvester positioniert, was auf nahende Baumfällarbeiten hindeutet. Eine weitere Batteriezellenfabrik in Deutschland entsteht derzeit nahe Erfurt. Von dort will der chinesische CATL-Konzern vor allem BMW beliefern. VW und Northvolt bauen eine Fabrik in Salzgitter.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Löhr, Julia
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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