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FAZ plus ArtikelGroßprojekt in Brandenburg

Der Aufstand im Tesla-Wald

Von Julia Löhr, Berlin und Johannes Pennekamp, Frankfurt
Aktualisiert am 18.02.2020
 - 08:07
Der Westen im Osten? Die Rodung für den Bau der Tesla-Fabrik nahe Berlin ist vorerst gestoppt. Erinnerungen an den Hambacher Forst werden wach.
Erst stoppen Umweltschützer die Rodungsarbeiten, dann klettern Kapitalismuskritiker auf die Bäume: Sind Großprojekte wie die Tesla-Fabrik in Deutschland überhaupt noch machbar?

Mehr als 600 Kilometer liegen zwischen dem Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen und dem Waldstück an der A10 in Grünheide südöstlich von Berlin. Trotzdem ist der Hambacher Forst in dem 8300-Einwohner-Ort in Brandenburg schon seit Wochen ein Thema. Wird der amerikanische Elektroautohersteller Tesla hier tatsächlich wie geplant schon im Sommer kommenden Jahres seine vierte Fabrik in Betrieb nehmen? Oder werden Umweltschützer dieses Vorhaben kippen, so wie sie auch schon den Hambacher Forst gegen die Braunkohle-Bagger von RWE verteidigt haben? Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit – für beide Seiten.

Und der gewinnt gerade enorm an Tempo. Vergangenen Donnerstag erteilte das Landesumweltamt Tesla die Erlaubnis, trotz der noch ausstehenden Baugenehmigung schon mal mit der Rodung zu beginnen. Denn gefällt werden dürfen die Bäume nur noch bis Ende Februar, danach beginnt die Brutperiode der Vögel, und dann sind solche Arbeiten laut dem Bundesnaturschutzgesetz tabu. Tesla legte sofort los: Bis Samstagabend war mehr als die Hälfte der gut 90 Hektar großen Fläche, die für den ersten Bauabschnitt vorgesehen ist, abgeholzt. Doch dann stoppte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Arbeiten. Die Richter wollen in Ruhe prüfen, wie berechtigt die Einwände des Umweltverbands Grüne Liga Brandenburg gegen die Rodung sind. Am Montag nutzten zwei Kapitalismuskritikerinnen die Gunst der Stunde und kletterten mit einem „Konzerne entmachten, Profit-Logik verachten“-Plakat auf Bäume. Die Polizei rückte an. Am frühen Nachmittag beendeten die Frauen ihre Aktion.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Löhr, Julia
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
Autorenporträt / Pennekamp, Johannes
Johannes Pennekamp
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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