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Flugtaxis aus Deutschland

Volocopter schließt Kooperation in Südostasien

Von Christoph Hein, Singapur
 - 19:07
Ein Flugtaxi des deutschen Herstellers Volocopter fliegt während eines bemannten Testflugs über Singapur.

Volocopter, der deutsche Hersteller von Flugtaxis, an dem Daimler beteiligt ist, kommt einem Flugbetrieb in Südostasien einen Schritt näher. Kurz nachdem der europäische Flugzeugkonzern Airbus eine engere Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden des reichen Stadtstaates Singapur bekanntgegeben hat, will Volocopter nun mit Grab kooperieren, um eine Machbarkeitsstudie zu erstellen und, wenn möglich, eine erste gemeinsamen Route zu entwickeln.

Grab bezeichnet sich als „Superapp“ und betreibt, gesteuert über Mobiltelefone, vor allem Taxi- und Lieferdienste in immer mehr Ländern Südostasiens. Das junge Unternehmen, vom Sohn eines malaysischen Milliardärs gegründet, arbeitet sich mit hoher Geschwindigkeit in der Region voran. Volocopter hatte im Herbst in Singapur eine Drohne über der Marina Bay kreisen lassen und arbeitet an Ladestationen mit Skyports.

Die Briten verhandeln mit Singapur über mehrere Landplätze. Skyports-Geschäftsführer Duncan Walker bezeichnet den rigiden Stadtstaat als „klaren Pionier“ im städtischen Luftverkehrssektor. Die Zusammenarbeit von Volocopter mit Grab aber dürfte weit über die Tropeninsel hinausreichen.

Chris Yeo, der den Grab-Investitionsarm führt, erklärte, die Grab-App werde in 339 Städten Südostasiens genutzt: „Dadurch verstehen wir die Verkehrsmuster und Kundenwünsche der Region wie kaum ein anderer.“ Florian Reuter, der Vorstandsvorsitzende von Volocopter, sieht genau diese Erfahrung des neuen Partners als Chance: „Diese Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, kommerzielle Flugtaxi-Services in den staugeplagtesten Regionen der Welt anzubieten. Wir werden tiefe Einblicke in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potential von Flugtaxis auf den wichtigsten Routen in Südostasien erhalten.“

Dabei spielt Singapur eine wichtige Rolle – auch wenn die Stadt kaum von Verkehrsstaus betroffen ist. So kann sie dank ihres strikten politischen Regimes neue Technologien stark fördern. Damit macht sie sich zum Testfeld, auf dem Konkurrenten um die beste Lösung ringen.

Quelle: F.A.Z.
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Christoph Hein
Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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