FAZ plus ArtikelAutoverband ringt mit sich

Wie sich der VDA nach der IAA-Krise neu aufstellen will

Von Holger Appel
Aktualisiert am 30.09.2019
 - 15:31
Alle hinter Merkel her: Nach der Eröffnung der IAA verlässt die Kanzlerin den Messestand von BMW.
Nach den geringen Besucherzahlen der IAA will sich der Automobilverband mit einem Geschäftsführer und einem ehrenamtlichen Präsidenten neu strukturieren. Die Bilanz der Messe könnte die Identitätskrise indes etwas mildern.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) soll eine neue Führungsstruktur erhalten. Nach Informationen der F.A.Z. wird derzeit eine Neuordnung favorisiert, in der ein Hauptgeschäftsführer das Tagesgeschäft leitet. Ihm zur Seite gestellt werden soll demnach ein ehrenamtlicher Präsident, der gegebenenfalls öfter wechseln kann, etwa im Ein- oder Zweijahresrhythmus. Der bedeutende Industrieverband ist bislang stets von einem hauptamtlichen Präsidenten geführt worden, steckt jedoch in einer Identitätskrise und sucht nach dem zum Jahresende wirksam werdenden Rücktritt von Bernhard Mattes nach einer neuen Spitze.

Der Hauptgeschäftsführer müsse nicht zwangsläufig von BMW, aus dem VW-Konzern oder von Daimler kommen, er könne auch von einem Zulieferer stammen, heißt es. Ford und Opel gehören ebenfalls zu den großen Mitgliedern des Verbands, gelten aber wegen ihrer Eigentumsverhältnisse als nicht entscheidend. In jedem Fall werden von der künftigen Leitung Erfahrung im und gute Kontakte zum politischen Geschäft in Berlin und Brüssel gefordert, weil die Branche durch politische Rahmensetzung immer stärker beeinflusst wird.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  im F.A.Z. Digitalpaket

: Aktion

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot