FAZ plus ArtikelMotorradhersteller

Wird Ducati im Audi-Reich Teil einer Luxus-Allianz?

Von Tobias Piller, Bologna
Aktualisiert am 19.11.2020
 - 19:05
Was passiert mit den italienischen Edelmarken?
Volkswagen sucht für seine Beteiligungen in Italien neue Strategien. Ducati schien bisher oben auf der Verkaufsliste. Doch der Motorradhersteller stemmt sich gegen die Veräußerung.

Verkaufsgerüchte ranken sich schon seit Monaten um den italienischen Motorradhersteller Ducati, zuletzt auch noch um andere italienische Edelmarken des Volkswagen-Konzerns, die alle zusammen als Beteiligungen der VW-Tochtergesellschaft Audi geführt werden.

Doch nun entstehen ganz gegensätzliche, noch wildere Spekulationen: Ducati als Bestandteil eines börsennotierten Audi-Luxusunternehmens mit den wohlklingenden italienischen Marken Lamborghini und Italdesign. Falls etwas aus diesen Plänen wird, käme auch noch der exklusive elsässische Sportwagenbauer Bugatti hinzu. Beflügelt werden die Phantasien in der Branche durch die Rückkehr des langjährigen Lamborghini-Chefs Stephan Winkelmann nach Italien.

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Winkelmann zu Lamborghini

Stephan Winkelmann kehrt an die Spitze des italienischen Sportwagenbauers Lamborghini zurück. Dort hatte er schon von 2005 bis 2016 die Chefposition inne und die Weichen für die Verdoppelung von Produktion und Absatz mit der dritten Baureihe, dem sportlichen Geländewagen „Urus“, gestellt. Zuletzt führte er die Sparte „Audi Sport“, seit 2018 dann den exklusiven Sportwagenhersteller Bugatti. Das dortige Präsidentenamt wird Winkelmann beibehalten. Nun wird in der Branche darüber spekuliert, ob die zum Volkswagen-Konzern gehörenden und von Audi geführten italienischen Beteiligungen Ducati und Italdesign unter einem Dach vereint und eventuell auch an die Börse gebracht werden sollen. Vorbild könnte der Sportwagenbauer Ferrari sein, der dort 34 Milliarden Euro wert ist.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Piller, Tobias
Tobias Piller
Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.
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