Banken

HVB wieder in der Gewinnzone

29.10.2003
, 08:24
Die Münchener Hypo-Vereinsbank ist nach vier teils tiefroten Quartalen wieder profitabel und hat aufgrund des Verkaufs der Norisbank im Zeitraum von Juli bis September die Erwartungen der Analysten übertroffen.
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Die Münchener Hypo-Vereinsbank (HVB) hat ihre operativen Erträge im dritten Quartal entgegen den Erwartungen der Analysten gesteigert und ihre für das Gesamtjahr vorgegebenen Ziele bekräftigt.

Der Gewinn nach Steuern betrage - ohne das Geschäft der abgespaltenen und börsennotierten Hypo Real Estate - im dritten Quartal 294 Millionen Euro nach einem Verlust von 206 Millionen im zweiten Quartal, teilte die HVB am Mittwoch mit.

Analysten hatten für die verschlankte HVB im Schnitt nur mit einem Nettogewinn von 112 Millionen Euro gerechnet. „Wir kommen gut voran, wissen aber, daß wir noch ein gutes Stück Weg vor uns haben", erklärte HVB-Chef Dieter Rampl. „Mit der Entwicklung im dritten Quartal sind wir insgesamt zufrieden.“

Operatives Geschäft wächst

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Vor Steuern verbuchte die HVB einen Gewinn von 368 (Vorquartal minus 109) Millionen Euro. Darin enthalten ist allerdings ein Buchgewinn von 279 Millionen Euro aus dem Norisbank-Verkauf sowie deren Erträge im dritten Quartal, die zum Buchgewinn noch hinzukommen.

Im operativen Geschäft - also beim Handels-, Provisions- und Zinsergebnis - legte die Bank insgesamt zu. Die Risikovorsorge für faule Kredite blieb stabil. Beim Zinsüberschuß legte die HVB auf 1,530 (Vorquartal: 1,464) Milliarden Euro zu. Der Provisionsüberschuß erhöhte sich auf 738 (659) Millionen Euro. Beim Handelsergebnis verbuchte die HVB hingegen einen Rückgang um 24 Millionen auf 222 Millionen Euro. Die gesamten operativen Erträge - ohne den Veräußerungsgewinn der Norisbank - bezifferte die HVB für die ersten neun Monate auf 7,275 Milliarden Euro.

Bei Kernkapitalquote noch unter Ziel

Mit weiteren Maßnahmen im vierten Quartal will die Bank ihre Kernkapitalquote bis zum Jahresende auf 6,7 bis 6,8 Prozent anheben, nach noch 5,1 Prozent Ende 2002. Ursprünglich hatte die HVB für 2003 eine Kernkapitalquote von bis zu sieben Prozent in Aussicht gestellt.

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Quelle: Reuters, vwd
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