FAZ plus ArtikelGigabit-Zukunft

Glasfaser, der große Plan und sein Preis

Von Lüder Gerken, Bert Van Roosebeke
25.08.2018
, 08:56
Glasfaserkabel soll bis 2025 auch bis zum letzten Bundesbürger in Deutschland ausgerollt werden. Ob das funktionieren wird?
Binnen sieben Jahren will die Bundesregierung die Gigabit-Zukunft ausrollen. Ab 2025 hat jeder Bürger Anspruch auf Anschluss ans schnelle Netz. Es gibt Zweifel, ob Kosten und Nutzen hier richtig abgewogen werden. Ein Gastbeitrag.
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Es brodelt in den deutschen Breitbandnetzen. Bisher Undenkbares scheint plötzlich möglich. Die Deutsche Telekom und United Internet verhandeln über den gemeinsamen Glasfaserausbau, in der Kabellandschaft will Vodafone Unitymedia übernehmen. Gleichzeitig sind die Vorbereitungen für die Versteigerung der Nutzungsrechte für die neuen, schnellen 5G-Mobilfunkfrequenzen angelaufen.

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Besonders aktiv ist die Bundesregierung. Unter dem Titel „An die Weltspitze im Bereich der digitalen Infrastruktur“ haben CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag einen Plan für den Ausbau der Festnetzinfrastruktur festgezurrt, der es in sich hat. Er lässt sich in vier Vereinbarungen zusammenfassen:

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Die Autoren

Lüder Gerken ist Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Ordnungspolitik und des Centrums für Europäische Politik in Freiburg. Der gebürtige Bremer, der gerade seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, hat Wirtschafts- und Rechtswissenschaft studiert und an der Universität Bayreuth habilitiert. Der liberale Ökonom versteht sich als Anwalt der Sozialen Marktwirtschaft. Seine beruflichen Stationen hat er immer wieder so ausgewählt, dass er Einfluss auf die wirtschaftspolitische Debatte nehmen kann.

Bert Van Roosebeke leitet den Fachbereich Informationstechnologie am Centrum für Europäische Politik. Der kleine, privat finanzierte Thinktank will aufklären über die Funktionsweise der EU und ihre Gesetzgebungsprozesse. Van Roosebeke wurde 1978 im belgischen Brügge geboren. Er hat Volkswirtschaftslehre in Gent, Stockholm und Bergen studiert und mit einer ökonomischen Analyse des Rechts an der Universität Hamburg promoviert. Im Anschluss arbeitete er zwei Jahre bei der Bundesbank. hig.

Quelle: F.A.Z.
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