FAZ plus ArtikelSondermaschinenbauer Körber

„Wo es geht, ersetzen wir britische Lieferanten“

Von Georg Giersberg
12.08.2020
, 13:22
Die Pandemie und weltpolitische Spannungen strapazieren die globalen Lieferketten. Körber-Einkaufschef Michael Stietz über den Aufbau regionaler Alternativen und die Folgen eines harten Brexits.

Herr Stietz, der Handelsstreit zwischen Amerika und China spitzt sich zu. Können wir das in Europa als gelassener Dritter betrachten?

Überhaupt nicht. Handelskriege sind extrem herausfordernd für jeden internationalen Einkauf. Denn man kann ihnen nur zum Teil ausweichen, weil nicht jedes Produkt überall auf der Welt herstellbar ist.

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Die Welt des Sondermaschinenbaus

Wer Medikamente herstellen möchte (Pharma), wer Hygienepapiere vom Toilettenpapier bis zur Serviette produzieren will (Tissue), wer an die Zigarette glaubt (Tabak) oder wer seine innerbetriebliche Logistik durch neue Transportbänder oder mobile Roboter flexibler gestalten will (Supply Chain), der findet bei Körber die passende Maschine dafür.

Körber ist ein Großunternehmen des Sondermaschinenbaus. Neben den produzierenden Geschäftsbereichen Pharma, Tissue, Tabak und Supply Chain gibt es neuerdings auch den Geschäftsbereich Digital, der die Anlagen fit macht für Industrie 4.0, also die digital begleitete Produktionswelt von morgen. Körber geht auf eine Gründung der Hamburger Hauni-Werke (Reparatur und Bau von Maschinen zur Zigarettenherstellung) durch den Unternehmer Kurt A. Körber zurück. Die anderen Geschäftsbereiche wurden weitgehend hinzugekauft. Im vergangenen Jahr setzte Körber mit mehr als 10.000 Mitarbeitern an 100 Standorten auf der Welt 2,02 (Vorjahr 2,5) Milliarden Euro um. Knapp die Hälfte, rund eine Milliarde Euro, sind zugekaufte Teile, die Michael Stietz, als Senior Vice President & Chief Procurement Officer verantwortet.

Das Unternehmen gehört heute zu 100 Prozent der gemeinnützigen Körber-Stiftung, die aus den Dividenden des Unternehmens Projekte unterstützt, welche sich für die Verständigung zwischen Völkern und gesellschaftlichen Gruppen, für die Aufklärung durch Wissenschaft und Bildung sowie die Auseinandersetzung mit geschichtlicher Herkunft einsetzen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Giersberg, Georg
Georg Giersberg
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.
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