Chemie / Pharma

Bayer: Levitra-Zulassung kommt voran

30.05.2003
, 08:49
Ein Ausschuß der amerikanischen Gesundheitsbehörde hat dem Potenzmittel Levitra bescheinigt, keine Herzrhythmusstörungen zu verursachen. Ein Schritt auf dem Weg zur Zulassung des Medikaments in Amerika.
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Ein Beratungsausschuß der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat der Potenzpille Levitra des deutschen Pharma- und Chemiekonzerns Bayer sowie des britischen Pharmakonzerns Glaxo Smith Kline bescheinigt, keine Verbindung zu einem bestimmten Herzproblem zu haben.

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Der Ausschuß hatte diskutiert, ob das Konkurrenzprodukt zu dem von Pfizers vermarkteten Viagra Herzrhythmusstörungen verursachen könne. Bei drei Enthaltungen stimmte der Ausschuß am Donnerstag mit acht zu eins Stimmen für die Unbedenklichkeit der orangenen Levitra-Pillen. In der Regel folgt die FDA den Beschlüssen des Gremiums.

Anfang März hatte die Europäische Kommission Levitra für Europa zugelassen. Der Marktstart in Deutschland für das Mittel war Mitte März. Mittlerweile ist Levitra bereits in mehr als 20 Ländern zugelassen. In den Vereinigten Staaten sollen einmal 60 Prozent des Levitra-Umsatzes erzielt werden.

Bayer rechnet mit Genehmigung noch in diesem Jahr

Eine Bayer-Sprecherin sagte zu dem Votum des Ausschusses: „Wir denken, daß wir auf dem Weg zur Genehmigung sind und noch in diesem Jahr starten können.“

Das Medikament ist einer der Lichtblicke in der Pharmasparte von Bayer, die nach dem Rückzug des Cholesterinsenkers Lipobay unter Druck geraten war. Bayer erwartet nach früheren Angaben mit seinem Potenzmittel mit dem Wirkstoff Vardenafil einen maximalen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Konkurrent Pfizer kommt mit Viagra auf einen Jahresumsatz von etwa zwei Milliarden Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro).

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Quelle: Reuters
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