FAZ plus ArtikelLondons Innenstadt

Soho feiert, die City schläft

Von Philip Plickert, London
15.04.2021
, 07:32
Nach der Lockdown-Lockerung freut sich die Wirtschaft in Großbritannien auf einen Aufschwung. Doch im Londoner Finanzdistrikt wird Corona längere Nachwirkungen haben.

In der Old Compton Street brummt es wie in einem Bienenstock. Ausgehungertes Partyvolk strömt seit Anfang der Woche wieder in die Ausgehmeile im Londoner Stadtteil Soho. Hunderte sitzen abends trotz der kühlen Temperaturen an Tischen und in den Zelten, die Pubs und Restaurants auf der Straße aufgestellt haben; dazwischen flitzen Kellner mit Gesichtsmaske herum. Die Gäste scheinen keine Angst mehr vor Corona zu haben. Vor dem The Three Greyhounds stehen Menschentrauben. Die Geisterstadt ist zu neuem Leben erwacht.

Ein paar Straßen weiter, nahe dem Leicester Square, sind aber die meisten Pubs noch geschlossen, und auch sonst im Londoner Zentrum wirkt es ruhig. Laut einer Schätzung des Gastronomie-Verbands Hospitality UK verfügen sechs von zehn Kneipen und Restaurants im Land nicht über genügend große Außenbereiche, die einen profitablen Betrieb ermöglichen würden. Sie müssen noch warten. Dafür atmen schon jetzt die Einzelhändler auf, die seit dieser Woche in England wieder ihre Geschäfte aufsperren dürfen. „Zurück mit einem großen Knall“, titelte die Gratiszeitung „Evening Standard“.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Plickert, Philip
Philip Plickert
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
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