FAZ plus ArtikelStrategien gegen Skeptiker

Bargeld fürs Impfen?

Von Gustav Theile
08.02.2021
, 11:09
Eine Pflegerin am Klinikum Stuttgart lässt sich von einer Ärztin gegen das Coronavirus impfen.
Noch gibt es viel zu wenig Impfstoff. Auf mittlere Sicht aber werden die vielen Impfgegner zum Problem. Wissenschaftler diskutieren deshalb schon jetzt, wie sich die Impfbereitschaft erhöhen lässt. Manche fordern: Bezahlt die Menschen!

Wie bringt man möglichst viele Leute dazu, sich impfen zu lassen? Noch ist in Deutschland zwar nicht ausreichend Impfstoff da, doch mittelfristig werden sich mehr Menschen impfen lassen müssen, als jetzt dazu bereit sind.

In den vergangenen Wochen hat sich die Impfbereitschaft leicht erhöht: Laut einer Allensbach-Umfrage von Ende Januar ist sie seit Mitte Dezember unter allen Deutschen, die älter sind als 16 Jahre, von 52 auf 63 Prozent gestiegen. Doch das dürfte Fachleuten zufolge immer noch zu niedrig sein. Ende November ging das Bundesgesundheitsministerium davon aus, dass 70 Prozent der Menschen immun sein müssen, um die weitere Verbreitung zu stoppen. Doch schon damals warnte das Ministerium: „Steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit von SARS-CoV2, muss damit gerechnet werden, dass auch die Notwendigkeit einer höheren Immunität in der Bevölkerung besteht. Das wäre allerdings erst der Fall, wenn die entsprechende Virusvariante in der Übertragung erheblich über die bisherige Virusvariante dominiert.“ Eben das könnte mit den Mutationen eintreten. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach oder die Kölner Infektiologin Clara Lehmann haben deshalb Quoten von mehr als 80 Prozent ins Gespräch gebracht.

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Autorenporträt / Theile, Gustav
Gustav Theile
Redakteur in der Wirtschaft.
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