Cyber-Angriff

Hacker erbeuten Daten von mehr als 140 Millionen Amerikanern

08.09.2017
, 03:44
Zentrale des Finanzdienstleisters Equifax in Atlanta
Ein amerikanischer Finanzdienstleister meldet einen Datenklau von historischem Ausmaß. Fast jeder zweite Amerikaner ist betroffen. Die Angreifer erbeuteten sensible Informationen.
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Bei einem Cyber-Angriff auf den amerikanischen Finanzdienstleister Equifax haben Hacker in großem Stil Kundendaten erbeutet. Die Attacke sei von Mitte Mai bis Juli erfolgt und betreffe etwa 143 Millionen Verbraucher in den Vereinigten Staaten, teilte die Wirtschaftsauskunftei am Donnerstag mit. In Hunderttausenden Fällen hatten Cyber-Kriminelle demnach Zugriff auf sensible Daten wie Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern.

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Der Vorfall könnte eine der weitreichendsten Hacker-Attacken in der amerikanischen Geschichte sein. Fast jeder zweite Amerikaner ist betroffen. Der Angriff sei am 29. Juli bei einer internen Untersuchung festgestellt, die Sicherheitslücke danach sofort geschlossen worden, erklärte die Firma. Auch einige Kunden aus Kanada und Großbritannien seien in geringerem Umfang betroffen. Man habe die Aufsichtsbehörden informiert und externe Spezialisten mit einer forensischen Prüfung beauftragt. Es sei noch zu früh, um die Kosten zu beziffern.

Manager verkauften Unternehmensanteile

Anleger reagierten nervös, die Equifax-Aktie fiel nachbörslich um über fünf Prozent. Vorstandschef Richard Smith entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden und sprach von einem Schlag, der auf das Herz des Unternehmens gezielt habe. Für Equifax ist der Vorfall besonders unangenehm, weil das Unternehmen selbst Produkte gegen Daten- und Identitätsdiebstahl durch Hacker anbietet.

Drei Manager des Unternehmens verkauften kurz vor der öffentlichen Mitteilung über den Hacker-Angriff Aktien des Unternehmens im Wert von 1,8 Millionen Dollar. Laut einer Unternehmenssprecherin wussten die Personen zu dem Zeitpunkt jedoch nicht von dem Datendiebstahl.

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Es ist indes nicht das erste Mal, dass die Firma im Zusammenhang mit Cyber-Attacken auffällt. Schon 2013 sollen bei Equifax laut amerikanischen Medien Finanzdaten und persönliche Informationen von Prominenten entwendet worden sein. Zu den Betroffenen zählten demnach etwa Beyoncé, Ashton Kutcher und Mel Gibson, aber auch die damalige First Lady Michelle Obama sowie Ex-Vize-Präsident Joe Biden.

Quelle: peer./dpa/Bloomberg
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