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Das Rennen um den SPD-Chefökonom läuft

Von Maja Brankovic, Frankfurt
Aktualisiert am 13.12.2019
 - 15:08
Gustav Hornzur Bildergalerie
Weg mit der schwarzen Null, der Sparpolitik und der Schuldenbremse: Viele SPD-nahe Volkswirte haben ähnliche Ideen. Wer von ihnen bekommt den größten Einfluss?

Die SPD hat am Wochenende neben einer neuen Parteiführung auch einen neuen Vorstand gewählt. Zwischen die bekannten Politiker wie die Bundesminister Franziska Giffey, Svenja Schulze und Heiko Maas oder den brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke hat sich ein unerwarteter Name gemischt: Gustav Horn.

Der 65 Jahre alte Ökonom hatte bislang kein höheres Parteiamt inne, war lediglich beratendes Mitglied in der Grundwertekommission. Aber Horn gilt als Vertrauter des neuen Parteichefs Norbert Walter-Borjans. Die beiden kennen sich gut, haben in den siebziger Jahren zusammen in Bonn studiert. Ihr gutes Verhältnis behielten sie bei. Norbert Walter-Borjans hatte ihn persönlich um eine Kandidatur gebeten, um dessen Pläne für ein großangelegtes Investitionsprogramm voranzutreiben. Schafft es Horn, die wirtschaftspolitische Linie der Partei mitzugestalten, dürfte die schwarze Null schon sehr bald Geschichte sein. Und ein Angriff auf die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wäre nur eine Frage der Zeit.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Brankovic, Maja
Maja Brankovic
Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.
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