Handelskonflikt

Amerika erschwert Exporte an chinesischen Chip-Hersteller SMIC

26.09.2020
, 19:40
Die amerikanische Regierung geht gegen einen weiteren chinesischen Technologiekonzern vor. Sie begründet diesen Schritt mit der Befürchtung, Lieferungen könnten für militärische Zwecke genutzt werden.

Die amerikanische Regierung hat Auflagen für Exporte an den größten Chip-Hersteller in China verhängt und dies mit einem „inakzeptablen Risiko“ begründet, da Lieferungen für militärische Zwecke verwendet werden könnten.

So müssen Lieferanten bestimmter amerikanischer Güter für die Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) künftig individuelle Exportgenehmigungen beantragen. Dies geht aus einem Schreiben des Handelsministeriums vom Freitag hervor, welches die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Zuerst berichtete die britische Wirtschaftszeitung Financial Times über die Auflagen. Die amerikanische Behörde wollte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg zunächst keine Stellungnahme zu dem Schreiben abgeben.

Der Halbleiterhersteller mit Sitz in Shanghai wurde nach eigenen Angaben von keiner offiziellen Stelle über die Restriktionen informiert und streitet eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär vehement ab. SMIC ist nach Huawei der zweite große chinesische Technologiekonzern, den die Vereinigten Staaten mit Handelsbeschränkungen belegen.

Quelle: tobm./Reuters
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot