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BASF und Bayer profitieren

China öffnet den Agrarmarkt im Handelsstreit

 - 13:31
Werden in diesem Biotech-Center in Peking bald Pflanzensorten von Bayer und BASF angebaut?

Im Handelsstreit kommt China den Vereinigten Staaten mit einer weiteren Öffnung des Agrarmarktes entgegen. Erstmals seit anderthalb Jahren erteilte die chinesische Regierung am Dienstag wieder Importzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzensorten. „Es ist eine Geste des guten Willens zur Lösung der Handelsfrage“, sagte ein Vertreter eines amerikanischen Agrarverbandes.

In Peking setzten Vertreter der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt ihre Verhandlungen über Auswege aus dem Zollstreit fort. Die Vereinigten Staaten fordern seit längerem eine größere Öffnung Chinas für landwirtschaftliche Produkte und sind der größte Exporteur von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen. China ist der größte Importeur von Sojabohnen und Raps aus diesem Bereich.

Drei Zulassungen für deutsche Unternehmen

Insgesamt wurden fünf gentechnisch veränderte Pflanzensorten für den Import freigegeben – zwei Sorten von BASF, eine des neuen Bayer-Tochterunternehmens Monsanto und zwei Sorten des amerikanischen Chemiekonzerns Dow-Dupont. Dabei geht es um Raps, Mais und Sojabohnen.

„Wir freuen uns, dass die Zulassung unserer Saatgutmerkmale in China voranschreitet“, erklärte Dow-Dupont. Die Führung in Peking ebne damit den Weg für den Import großer Mengen an Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten, sagte Experte Li Qiang vom Analysehaus Shanghai JC Intelligence. „Es ist ein positives Signal.“

China hatte zuletzt im Juli 2017 gentechnisch veränderte Pflanzensorten für den Import zugelassen – ebenfalls nach hochrangigen Gesprächen mit Vertretern der amerikanischen Regierung. Amerikanische Bauern und Saatgutkonzerne beklagen seit längerem langsame und unberechenbare Zulassungsverfahren für Gen-Nutzpflanzen.

Am Montag nahmen China und die Vereinigten Staaten ihre ersten direkten Handelsgespräche auf, seit Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im Dezember eine 90-tägige Pause im Zollstreit vereinbart hatten. Die Verhandlungen auf Vizeminister-Ebene sollten bis Dienstag dauern.

Die Vereinigten Staaten werfen China unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Im Zuge des Konflikts haben sich beide Seiten mit Strafzöllen überzogen. Zuletzt bekräftigten sie aber ihre Bereitschaft zu einer Einigung.

Quelle: Reuters
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