FAZ plus ArtikelChinesischer Tech-Konzern

Huawei entwickelt eine eigene Suchmaschine

Von Stephan Finsterbusch, Klaus Max Smolka und Hendrik Ankenbrand
28.08.2020
, 10:36
Mit Universitäten in Amsterdam beginnt der chinesische Konzern eine IT-Kooperation. Dahinter steckt eine langfristige Strategie. Erste Politiker warnen schon.

Wer in Künstlicher Intelligenz (KI) promoviert hat oder in einem angrenzenden wissenschaftlichen Gebiet, kann sich in Amsterdam jetzt um eine Traumstelle bewerben. Genauer: um eine Stelle im „Träume-Labor“, dem „Dreams Lab“. Die Freie Universität (VU) in Amsterdam hat dazu eine Ausschreibung für „enthusiastische Postdoktoranden“ veröffentlicht. Das Projekt dreht sich um Technologien für modernste Internetsuchmaschinen. Es geht um KI und Spracherkennung, um neue Wege der Datenanalysen und Datenaufbereitung, es geht um Techniken von morgen – zu erforschen von der VU und der Universität von Amsterdam (UvA).

Das Pikante daran ist: Die Hochschulen haben sich mit einem sehr finanzstarken Industriepartner zusammengetan, und zwar nicht mit irgendeinem: Die Universitäten setzen auf Huawei, jenen chinesischen Großkonzern, der in weiten Teilen der westlichen Welt unter Verdacht steht, Peking digitale Daten für die Spionagearbeit zuzuschanzen. Huawei bestreitet diese Vorwürfe und spult seine milliardenschweren Entwicklungsprojekte ab.

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Quelle: F.A.Z.
Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Stephan Finsterbusch
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Autorenporträt / Smolka, Klaus Max
Klaus Max Smolka
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Hendrik Ankenbrand
Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
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