FAZ plus ArtikelBiden gegen Trump

Wer wirtschaftlich die Nase vorn hat

Von Winand von Petersdorff, Washington
17.08.2020
, 11:02
Joe Bidens Wirtschaftspläne stehen unter Corona-Vorbehalt. Die Wähler trauen Donald Trump in Umfragen wirtschaftlich mehr zu. Doch worin unterscheiden sich die beiden Kandidaten - und wo sind sie sich einig?

Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten zeigt, dass Präsident Donald Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte auf elf Prozentpunkte. Die gewichtige Umfrage des Nation Public Radio mit den Meinungsforschern des Marist College kommt Bidens Wahlkampfstrategen gerade recht. Biden hatte Kamala Harris zu seiner Mitstreiterin als prospektive Vizepräsidentin gemacht – wenige Tage vor dem virtuellen Nominierungsparteitag der Demokraten an diesem Montag. Nun hoffen die Strategen, im Land Enthusiasmus für das Spitzenduo zu entfachen.

Die gefeierten Umfragewerte, so positiv sie generell für Biden ausfielen, enthielten allerdings eine schlechte Botschaft. Eine knappe Mehrheit von 47 Prozent glaubt immer noch, dass Trump besser für die Wirtschaft ist als Biden, dessen Wert mit 45 Prozent um zwei Punkte niedriger ausfiel. Der Vorsprung des Präsidenten schrumpfte zwar seit dem Frühjahr. Doch die Tatsache, dass trotz einer zweistelligen Arbeitslosenquote und eines Rekorddefizits im Bundeshaushalt Trump noch die Führung in der Frage nach ökonomischer Kompetenz behalten konnte, verdient die Aufmerksamkeit von Bidens Wahlkampfteam. Das gilt umso mehr, als die Befragten in derselben Umfrage die Wirtschaft zum wichtigsten Thema vor der Pandemie erkoren.

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Quelle: F.A.Z.
Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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