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FAZ plus ArtikelDeutsche Bank

Wenn Leistung Leiden schafft

Von Gerald Braunberger
 - 06:39

Mitleid ist das Schlimmste, was einem Mächtigen widerfahren kann. Die Deutsche Bank, immer noch die mächtigste Bank in Deutschland, ist in den vergangenen Jahren aus der Sicht ihrer Konkurrenten aus dem Inland wie aus dem Ausland zu einem Ziel von Mitleidsbekundungen, gelegentlich auch von Spott geworden. Nunmehr versucht die Bank wieder einmal, mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden das Blatt zu wenden.

Christian Sewing, mit 47 Jahren für die Verhältnisse der Deutschen Bank ein junger Mann, hat unverhofft die Chance erhalten, die Geschicke jener Bank zu leiten, in der er nahezu sein gesamtes Berufsleben verbracht hat. Und als wolle Sewing interne Skeptiker Lügen strafen, die ihn für einen netten und kompetenten Kerl, aber auch für zu weich halten, gibt sich der Niedersachse in einer ersten Botschaft an das Personal entschieden. „Team- und Kampfgeist“ seien täglich gefordert, die Bank müsse ihre „Jägermentalität“ wiedergewinnen, die Messlatten „müssten wieder höher gehängt werden“, heißt es da. Wenn nötig, würden „harte Entscheidungen“ getroffen. Im Aufsichtsrat wird dem Neuen derweil Führungs- und Entscheidungsstärke zugesprochen und gleichzeitig seine Teamfähigkeit herausgestellt. Das sind die typischen Floskeln, die Führungswechsel in der Wirtschaft begleiten.

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Quelle: F.A.Z.
Gerald Braunberger
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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