FAZ plus ArtikelDeutsche Bahn

Das Bahnreförmchen der Ampel-Koalition

EIN KOMMENTAR Von Thiemo Heeg
02.12.2021
, 13:58
Zwei ICE-Züge im Bahnhof. (Symbolbild)
Im Koalitionsvertrag ist der große Wurf in der Bahnpolitik ausgeblieben. Weiß der Staat, was er will – und lassen sich so die großen Ziele für die Schiene erreichen?
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Es muss sich sehr viel Frust aufgestaut haben, wenn ein deutscher Manager schriftlich mitteilen lässt, ihm reiße langsam der Geduldsfaden, weil der „Wahnsinn“ weitergehe. Der Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn, Arnulf Schuchmann, hatte vor kurzem offensichtlich keine Lust mehr auf gepflegte Rhetorik und dezente Diplomatie. Ungehemmt prangerte er das nach seiner Einschätzung „absolut chaotische“ Baustellenmanagement und den „desolaten“ Zustand des Schienennetzes in Südbayern an. Dort herrsche „Ausnahmezustand“.

Solche verbalen Gefühlsausbrüche sind in der Wirtschaft eher selten – und doch dürfte die Lage rund um Ammersee, Altmühltal und Oberland kein Einzelfall sein, sondern eher symptomatisch für die Situation in ganz Deutschland. Dass die zum Teil mehr als ein Jahrhundert alte Gleisinfrastruktur dringend erneuert werden muss, ist bekannt. Die Frage ist jedoch: Geschieht das so optimal, wie es sein könnte und sollte? Die Antwort der Kritiker bislang: nein.

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Quelle: F.A.Z.
Thiemo Heeg - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Thiemo Heeg
Redakteur in der Wirtschaft.
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