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Deutsche-Bank-Kommentar

Lernen von den Erfolgreichsten

Von Tim Kanning
 - 17:31

Nun also doch Matt Zames. Der ehemalige Vorstand der amerikanischen Großbank JP Morgan war kurz vor dem abrupten Chefwechsel in der Deutschen Bank im April schon einmal als Kandidat für den Spitzenposten im Gespräch gewesen. Tatsächlich hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner ihn damals für das Kontrollgremium gewinnen wollen. Der winkte aber ab.

Nun kommt dem Amerikaner doch noch eine entscheidende Rolle zu: In Diensten des Finanzinvestors Cerberus soll er dem Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing dabei helfen, rasch seine Strategie umzusetzen. Es geht vor allem darum, ineffiziente Abläufe und die veraltete IT zu vertretbaren Kosten auf Vordermann zu bringen und das Investmentbanking so zu beschneiden, dass es zwar weiterhin ordentliche Erträge beisteuert, dabei aber weniger Geld verschlingt.

JP Morgan ist eine der erfolgreichsten Banken der Welt und fährt Quartal für Quartal Milliardengewinne ein. Das hat sie zu einem guten Teil Zames zu verdanken, der dort erst die Investmentsparte leitete und später die Digitalisierung vorantrieb. Die Deutsche Bank hat auf beiden Feldern riesigen Nachholbedarf. Dass Sewing dafür nun Unterstützung von außen bekommt, wirkt zwar wenig souverän. Zames dürfte aber dank seines guten Rufs manche internen Widerstände leichter brechen können.

Quelle: F.A.Z.
Tim Kanning
Redakteur in der Wirtschaft.
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