FAZ plus ArtikelDeutschland in der Pandemie

Boten des Strukturwandels

EIN KOMMENTAR Von Gerald Braunberger
Aktualisiert am 16.09.2020
 - 07:16
Muss seine klimapolitischen Vorzüge erst noch erweisen: das Elektroauto – hier wird eines im Volkswagen-Werk in Zwickau gefertigt.
Es ist falsch, Strukturprobleme mit Geld zuschütten zu wollen, nur weil es sich billig und reichlich beschaffen lässt. Nötig sind mehr Marktfreiheit und Wettbewerb.

Die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer gelten zusammen mit dem Maschinenbau zu Recht als das Herz der deutschen Industrie. Die Corona-Krise beschleunigt und verschärft eine Entwicklung, die schon vor der Verbreitung des Virus zu beobachten war: Erhebliche, zum Teil als Folge der Klimapolitik der Industrie aufgezwungene Regulierungen sowie Verhaltensänderungen vieler Menschen erzeugen ein Flimmern in den Kammern des Herzens der deutschen Industrie.

Die Programme für einen erheblichen Stellenabbau, die Hersteller und große Zulieferer in den vergangenen Monaten in Aussicht gestellt haben, betreffen überwiegend keine Zombie-Unternehmen mit schlecht ausgebildeten Mitarbeitern in öden Regionen des Landes. Sie betreffen bis vor kurzem zumindest ordentlich profitable Unternehmen mit sehr gut ausgebildeten und motivierten Arbeitskräften in den besonders prosperierenden Regionen des Landes. Der Druck auf die Industrie, der sich in anderen Ländern schon lange beobachten lässt und der auch von liberalen Ökonomen auch für Deutschland schon lange vorhergesagt wurde, ist unwiderruflich da.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  im F.A.Z. Digitalpaket

: Aktion

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Braunberger, Gerald
Gerald Braunberger
Herausgeber.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot