Regierung beschließt Förderung

Neue Agentur soll Deutschland innovativer machen

29.08.2018
, 13:09
Die Roboter des deutschen Herstellers Kuka zählen sicherlich auch zu den Sprunginnovationen.
Kann Deutschland in Sachen Innovation mit Amerika und Asien mithalten? Die Bundesregierung glaubt ja – und will wichtige Fortschritte mit einer Milliarde Euro unterstützen.
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Die Bundesregierung will Deutschland als Standort für bahnbrechende technologische Entwicklungen stärken. Eine zentrale Rolle soll dabei eine „Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ spielen, die das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg brachte. Ausgestattet werden soll die Einrichtung mit rund einer Milliarde Euro über zehn Jahre. Mit dem Geld sollen Forschungen, aber auch konkrete Projekte gefördert werden. Die Agentur soll ihre Arbeit Anfang 2019 aufnehmen.

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Fördern soll die Agentur zum Beispiel Entwicklungen in zukunftsträchtigen Bereichen wie Batterien für E-Autos, künstliche Intelligenz oder autonomes Fahren. So genannte Sprunginnovationen verändern grundlegend die Verhältnisse auf wichtigen Märkten, ein Beispiel aus der Vergangenheit ist die Entwicklung des Autos.

„Wir starten mit der Agentur für Sprunginnovationen eine Aufholjagd. Wir wollen besser werden bei hochtechnologischen Entwicklungen“, beschrieb Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) das Ziel. Das sei für künftige Arbeitsplätze in Deutschland entscheidend. Daher müsse Deutschland bei Basisinnovationen vorne mitspielen. Forschungsministerin Anja Karliczek ergänzte: „Wir stellen damit wichtige Weichen für mehr Elan, für mehr Geschwindigkeit und für mehr Kreativität im deutschen Innovationsgeschehen.“

„Besondere Handlungsfreiräume“

„Von der Idee zum Markterfolg – das muss auch in Deutschland Realität werden, nicht nur im Silicon Valley oder in Asien", erklärte Altmaier. „Zahlreiche Erfindungen, die völliges Neuland eröffnen und ganze Märkte umkrempeln können, sind in Deutschland entstanden, scheitern jedoch häufig noch in der Anwendung.“

Konkret sollen für die Agentur zeitlich befristet sogenannte Innovationsmanager arbeiten, die nach Angaben der Bundesregierung „besondere Handlungsfreiräume“ genießen. Sie können demnach Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotenzial „von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen“. Umgesetzt werden sollen die Vorhaben dann von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

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Quelle: Reuters/AFP
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