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Windpark vor England

Die größte Windkraftanlage der Welt

Von Sophie Scholl
 - 21:53
Ein Offshore-Windpark vor der Küste von Blackpool in Großbritannien.

Die größten Offshore-Windkraftanlagen der Welt sollen demnächst vor Großbritanniens Küste stehen. Laut den Verantwortlichen des Windpark-Projekts „Dogger Bank“ sollen sie künftig mehrere Millionen britische Haushalte mit dem Strom versorgen.

Die Anlage Haliade-X M12 des Herstellers GE Renewable Energy ist mit einer Höhe von 260 Metern beinahe doppelt so groß wie das London Eye. Zum Vergleich: Bisher sind Offshore-Windanlagen bis zu 190 Meter hoch. Die Rotorblätter des neuen Windrads sind 107 Metern lang, der Durchmesser beträgt 220 Metern. Auf der Webseite wirbt der Hersteller damit, dass eine Windkraftanlage bis zu 16.000 Haushalte versorgen kann – je nach den vorherrschenden Windbedingungen der Nordsee.

Strom für 4,5 Millionen Haushalte

Der Windpark „Dogger Bank“, in dem die Offshore-Windkraftanlagen demnächst stehen sollen, liegt etwa 130 Kilometer vor der britischen Küste entfernt in der Nordsee. Die Meerestiefe beträgt dort zwischen 20 und 35 Metern. Drei verbundene Windprojekte, die in der 8660 Quadratkilometer großen Zone entstehen sollen, gehören zu dem zukünftig weltgrößten Windpark: Creyke Beck A (515 km⊃2;), Creyke Beck B (599 km⊃2;) und Teesside A (560 km⊃2;).

Jedes der drei Windprojekte soll eine Kapazität von 1,2 Gigawatt haben.Gemeinsam sollen sie mehr als 4,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen – was etwa 5 Prozent der geschätzten Stromerzeugung in Großbritannien entspricht. Das Projekt geht aus einem Jointventure zwischen dem norwegischen Energiekonzern Equinor und SSE Renewables hervor. Sie rechnen zwischen 2020 und 2026 mit Investitionen von etwa 9 Milliarden Pfund.

Der erste Strom soll im Jahr 2023 erzeugt werden. Wie viele der Haliade-X M12 Turbinen in dem Windpark „Dogger Bank“ stehen werden, ist derzeit noch unklar, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Weniger Unterstützung

Trotz der Ambitionen der Energiekonzerne zahlt Großbritannien erstmals weniger Subventionen, um Projekte im Bereich Erneuerbare Energie zu unterstützen. Die Kosten der Windparkbetreiber würden durch die zunehmende Effizienz der Turbinen sinken, weshalb die Subventionen gekürzt wurden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Großbritannien verpflichtete sich Ende Juni per Gesetz, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Ein Beratergremium empfahl unter anderem den Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung.

Anm. d. Red: In einer früheren Version wurde die Investitionssumme fälschlicherweise mit 9 Millionen Pfund angegeben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Quelle: FAZ.NET
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