FAZ plus ArtikelLockerung der Restriktionen

New York erwacht zum Leben

Von Roland Lindner, New York
18.04.2021
, 10:20
Kino, Baseball, Achterbahn: Dank des rapiden Impffortschritts erlebt der „Big Apple“ einen Öffnungsreigen. Doch der Weg zur alten Normalität ist noch weit. Was wird bleiben von der Pandemie?

Der erste Kinobesuch nach mehr als einem Jahr fühlte sich für Susan Olupitan fast surreal an. Durch die Türen des „Angelika“-Kinos im New Yorker Greenwich Village zu gehen und festzustellen, dass es wirklich geöffnet ist. Menschen in der Lobby zu sehen, auch wenn es weniger als ein Dutzend sind. Und dann mit ihrem Mann Clayton Broomes, der ein paar Stunden vorher seine erste Corona-Impfung bekommen hatte, im Kinosessel zu sitzen und den Film „Minari“ anzusehen.

Für das Paar, das vor der Corona-Krise oft zweimal in der Woche ins Kino ging, war es ein Stück alter Normalität. „Ich war aufgeregt wie ein Kind“, sagt Olupitan. Und sie erinnerte sich daran, wie traurig es sie gemacht hatte, als sie ein paar Monate vorher in der Nähe des Times Square an Kinos vorbeilief, in deren Fenstern Schilder mit Aufschriften wie „Vorübergehend geschlossen“ hingen. Am Ende der Vorstellung im „Angelika“ plauderte sie mit der blendend aufgelegten Mitarbeiterin hinter dem Verkaufstresen und bekam von ihr aufgetragen: „Sagt es euren Freunden weiter, dass wir offen haben.“

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Autorenportät / Lindner, Roland
Roland Lindner
Wirtschaftskorrespondent in New York.
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