FAZ plus ArtikelRüstungsindustrie für Erdoğan

Die Türkei rüstet in Rekordtempo auf

Von Andreas Mihm, Wien
31.08.2020
, 17:44
Erodgan schweißt im Dezember 2019 an einem Militär-U-Boot
Die Wirtschaft der Türkei schwächelt, doch die Rüstungsindustrie wächst rapide. Präsident Erdoğan will sich unabhängig von Waffenimporten machen. Schon hat er ein neues Amphibien-Angriffsschiff und weitere Flugzeugträger angekündigt.
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Die Corona-Krise trifft die Türkei hart. Um 11 Prozent schrumpfte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten. Im Jahresvergleich ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 9,9 Prozent zurück – so stark wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Export sank um mehr als ein Drittel, der Tourismus brach fast völlig zusammen. Doch nicht alle Wirtschaftsbereiche darben.

Der größte Waffenhersteller der Türkei, Aselsan, konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 13 Prozent, seinen Betriebsgewinn (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im ersten Halbjahr um 35 Prozent ausweiten, auch habe man neue Aufträge im Wert einer halben Milliarde Dollar an Land gezogen. Der mehrheitlich dem türkischen Militär gehörende Konzern ist kein Einzelfall. „Die Verteidigungsindustrie ist der sich am schnellsten entwickelnde Sektor unseres Landes“, lässt sich Verbandschef Yılmaz Küçükseyhan in den Vereinsmitteilungen zitieren.

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Andreas Mihm - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Andreas Mihm
Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
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