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Neue Dating-App

Liebe geht durch den Kühlschrank

Von Gustav Theile
 - 13:30

Kühlschränke verraten viel über Menschen: Wer dort viel Gemüse lagert, ernährt sich vermutlich gesünder. Wer No-Name-Produkte kauft, ist sparsam. Ist der Kühlschrank leer, handelt es sich um einen Kochmuffel. Und wer teuren Wein im Kühlschrank hat, hat Freude am Leben, Stil und Geld. Das muss natürlich nicht immer stimmen, es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes eher um Küchenpsychologie.

Und doch hat sich Samsung in Schweden jetzt etwas Spezielles ausgedacht: Kühlschrankdating – oder auf Englisch Refrigerdating. Unter Refrigerdating.com kann man sich anmelden, wie auf vielen anderen Datingwebsites auch: Mit Alter, Name, Geschlecht und welches Geschlecht und Alter ein potentielles Date haben sollte.

Dazu aber laden Nutzer nicht ihr schönstes Selfie hoch, sondern ein Bild aus dem Inneren ihres Kühlschranks. Dann bekommt man Vorschläge und kann die Kühlschränke potentieller Dates studieren: In manchen ist viel Gemüse, in anderen vor allem Alkohol. Und tatsächlich hat man beim Blick in den Kühlschrank das Gefühl, mehr über jemanden zu erfahren als durch ein Profilbild.

„Fünf Gänge der Liebe“

Dann muss man sich entscheiden: „Nicht mein Geschmack“ steht links, „lass uns kochen“ rechts. Haben sich zwei gefunden, die gemeinsam kochen möchten, gibt es ein Match und man kann anfangen zu chatten.

Samsung bewirbt die App mit voraussehbaren Sprüchen: „Du bist, was Du isst“, steht da. Und: „Es ist das Innere (Deines Kühlschranks), das zählt.“ Oder auch: „Fünf Gänge der Liebe“. Mit der englischen Übersetzung von „Liebe geht durch den Magen“ spielt dagegen die BBC: „Der Weg zum Herzen eines Mannes geht durch den Magen.“

Doch natürlich hat Samsung mit der App nicht nur romantische Ambitionen. Das Unternehmen verkauft Kühlschränke. Und einige dieser Kühlschränke sind ziemlich smart. Sie wissen, wann Produkte ablaufen und was nachgekauft werden muss. Und sie merken sich den Geschmack ihrer Kunden und schlagen passende Rezepte vor. Mit der neuen App erhält das Unternehmen weitere Daten über seine Kunden und kann seine Kühlschränke kostengünstig ins Gespräch bringen.

Quelle: FAZ.NET
Gustav Theile
Redakteur in der Wirtschaft.
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