Tim Cook

Apple-Chef möchte nicht, dass sein Neffe soziale Netzwerke nutzt

22.01.2018
, 12:14
Tim Cook leitet das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.
Wie oft sollen Kinder ins Internet und was sollen sie dort machen. Tim Cook rät ihnen, Computerkenntnisse zu erwerben, spricht andererseits aber auch eine Warnung aus.
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Der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook hat gemahnt, dass es für den Einsatz von Technologie in der Schule Grenzen gebe. „Ich glaube nicht an die Übernutzung von Technologie. Ich bin keine Person, die sagt, dass wir einen Erfolgt erzielt haben, wenn ihr das die ganze Zeit verwendet“, sagte Cook während er das Harlow-College im britischen Essex besuchte nach einem Bericht des „Guardian“.

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Cook rät Schülern einerseits dazu, Computerkenntnisse zu erwerben – Apple selbst hat ein entsprechendes Programm aufgelegt und unterstützt Schulen auch in Europa. Aber nicht in jedem Fach müsse Technik in großem Umfang eingesetzt werden. Konkret gelte das beispielsweise für Sprachen oder Literatur. „Es gibt immer noch Konzepte, über die man reden und die man verstehen möchte. Bin ich der Ansicht, dass in einem Literatur-Kurs eine Menge Technologie eingesetzt werden sollte? Wahrscheinlich nicht“, erklärte der dem Bericht zufolge.

Während seines Auftritts äußerte er sich auch zu der für viele Eltern wichtigen Frage, wie früh und in welchem Umfang Kinder zum Beispiel Smartphones, Tablets oder das Internet verwenden sollten. „Ich habe kein Kind, aber ich habe einen Neffen, dem ich manche Grenzen setze“, sagte Cook und fügte hinzu: „Es gibt manche Dinge, die ich nicht erlauben würde; ich möchte nicht, dass sie ein soziales Netzwerk nutzen.“

Cook schaltet sich mit seiner Äußerung auch in die jüngst wieder zunehmende Debatte darüber ein, welche Folgen die häufige Nutzung von Computern hat. Zwei Apple-Aktionäre schrieben unlängst einen Brief an das Unternehmen, in dem sie verlangen, dass Apple stärker erforscht, ob und welche Abhängigkeiten sich gerade für junge Menschen aus dem häufigen Gebrauch eines Smartphones ergeben.

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Kritik übte unterdessen auch der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook an seiner eigenen Schöpfung: Mark Zuckerberg wandte sich in diesem Jahr wiederholt an seine Nutzer und beklagte, dass Facebook nicht das gewünschte Bedürfnis erfülle, wie er sich das vorstelle. Er kündigte etwa eine Veränderung des persönlichen Nachrichtenstroms (Newsfeed) an und außerdem eine genauere Überprüfung vertrauenswürdiger Nachrichtenquellen.

Facebook für Kinder
Du musst nicht lügen
© AP, afp
Quelle: ala.
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