„Kontrollieren, was wir sehen“

Trump: Google behandelt mich unfair

28.08.2018
, 13:54
Jetzt neu im Visier von Trump: Der Suchmaschinenbetreiber Google
Der Präsident attackiert den zweiten Tech-Konzern. Die Suchmaschine zeige zu schlechte Nachrichten über ihn an und von schlechten Medien, behauptet er.
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Der amerikanische Präsident Donald Trump findet, dass ihn der Internetkonzern Alphabet (Google) unfair behandelt. Konkret klagt er darüber, dass seiner Ansicht nach in der Suche nur „Falschnachrichten-Medien“ (Fake News Media) angezeigt würden, wenn Nutzer unter seinem Namen nach Neuigkeiten suchen. Er wirft dem Unternehmen vor, die angezeigten Ergebnisse so zu manipulieren, dass er dabei schlecht dastehe.

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„Googles Suchergebnisse für „Trump News“ zeigen einzig die Meinung/Berichte von Fake News Medien“, teilte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Als Beispiel nannte er den durchaus renommierten Fernsehsender CNN. In einem daran anschließenden Tweet bezifferte er die angezeigten Suchergebnisse als zu 96 Prozent von „nationalen links-gerichteten Medien“ stammend, ohne genauer zu erläutern, was oder wen er damit meint.

Google und andere unterdrücken Stimmen Konservativer und verstecken Informationen und Nachrichten, die gut sind. Sie kontrollieren, was wir sehen können und was wir nicht sehen können.“ Dies sei eine “sehr gefährliche“ Situation, schreibt er weiter und schließt mit der Drohung, dass dieses Thema „adressiert“ werde.

Google ist nicht das erste und auch nicht das einzige Unternehmen, über das Trump öffentlich schimpft. Über seinen Twitter-Account hat er bislang etwa Automobilkonzernen vorgeworfen, zu wenig in den Vereinigten Staaten herzustellen. Harsch und mehrfach attackierte er überdies den Tech-Konzern Amazon, dessen Gründer und Vorstandsvorsitzender Jeff Bezos zugleich die international angesehene Zeitung Washington Post besitzt, die er ebenfalls als Falschnachrichten-Medium einsortiert – die Zeitung berichtet und recherchiert unter anderem in der Frage, ob und wie Trump im Wahlkampf mit Russland zusammen gearbeitet hat.

Quelle: FAZ.NET
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