FAZ plus ArtikelE-Scooter-Verleiher

Roller laden im Laden

Von Martin Gropp
16.12.2020
, 09:36
Volle Elektro-Stehroller bereitzustellen kostet E-Scooter-Verleiher viel Geld. Der Anbieter Tier will diesen Faktor nun verkleinern – mit Hilfe der Kunden und des Handels.

Die neue Energie kommt meist in den frühen Morgenstunden. Wer zu dieser Tageszeit durch eine Stadt wie Frankfurt am Main geht, sieht an manchen Plätzen in der Innenstadt Lieferwagen stehen, in die ein Mitarbeiter elektrisch betriebene Stehroller mit leerer Batterie hineinwuchtet und gegen ein Exemplar mit vollem Akku austauscht. Aufgeladene E-Scooter in den Städten zu verteilen ist für Rollerverleihsysteme wie Bird, Lime, Tier, Voi oder Wind ein großer Kostenpunkt. Vor allem verursachte diese Tätigkeit bisher oft das, was all die selbsternannten Mikromobilitätsanbieter eigentlich vermindern wollen: Kohlendioxidemissionen für den An- und Abtransport der Roller und manchmal auch einen Stau, weil die Lieferwagen den Verkehr aufhielten.

Der Berliner Rolleranbieter Tier hat deshalb schon vor rund einem Jahr ein Rollermodell eingeführt, dessen Batterie Mitarbeiter an Ort und Stelle austauschen können. Damit konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben den Einsatz von Lieferwagen verringern, es verwendet stattdessen jetzt teilweise Lastenfahrräder. Nun will Tier zusätzlich ein eigenes Ladenetzwerk für seine Rollerakkus aufbauen – und dabei die eigenen Kunden in den Aufladeprozess einbinden.

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Quelle: F.A.Z.
Martin Gropp - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Martin Gropp
Redakteur in der Wirtschaft.
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