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Kurzfristige Absage

Datenschützer stoppten den Start von Facebook Dating

 - 10:35
Dacebook-Managerin Fidji Simo bei der Vorstellung von Facebook Dating auf der Entwicklerkonferenz F8

Die kurzfristige Absage des Europastarts von Facebooks Datingdienst ging auf Datenschutzbedenken zurück. Der Start sei nach dem Einschreiten der irischen Datenschutzbehörde auf unbestimmte Zeit verschoben worden, teilte das Amt mit.

Die Datenschützer erklärten, sie seien besorgt gewesen, dass das soziale Netzwerk sie erst Anfang des Monats über Pläne informiert habe Facebook Dating am 13. Februar nach Europa zu bringen. Deshalb habe die Behörde am vergangenen Montag eine „Inspektion“ bei Facebook in Dublin durchgeführt und Unterlagen eingesammelt.

Facebook teilte dazu am Mittwoch mit, man habe an starken Datenschutz-Maßnahmen für die Funktion sowie der Einschätzung zur Datenerhebung gearbeitet und diese nach Aufforderung mit der irischen Behörde geteilt. Einen Tag zuvor hatte Facebook lediglich erklärt, man nehme sich „noch etwas mehr Zeit, um das Produkt für Europa vorzubereiten“ – ohne dabei die Kontroverse mit den Datenschützern zu erwähnen. Die irische Datenschutzbehörde ist in der Europäischen Union federführend für Facebook zuständig, weil Facebook in Dublin seinen Europa-Hauptsitz hat.

Kennzeichnung als „heimlicher Schwarm“

Bei Facebooks Flirt-Funktion können Nutzer im Alter von über 18 Jahren ein separates Dating-Profil anlegen. Facebook schlägt dann potentielle Partner vor – auf Grundlage seiner Daten über Interessen und Aktivitäten der Nutzer. Facebook-Freunde sind davon ausgenommen – außer man kennzeichnet sie im Dating-Profil als „heimlichen Schwarm“. Davon erfahren die Nutzer dann nur, wenn es eine gegenseitige Übereinstimmung gibt. Um die Flirt-Funktion sicher zu gestalten, können zwischen den Dating-Profilen keine Fotos, Weblinks, Videos oder Zahlungen verschickt werden, betonte Facebook zum Amerika-Start der Funktion im vergangenen September.

Jeder könne einen anderen Nutzer blockieren oder melden. Facebook gibt Nutzern zugleich die Möglichkeit, Inhalte aus der konzerneigenen Fotoplattform Instagram einzubinden. Die Pläne für eine Dating-Funktion hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg erstmals im Frühjahr 2018 vorgestellt.

Quelle: dpa
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