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Bewegungsdaten von Google

Deutschland steht still

Von Gustav Theile
Aktualisiert am 03.04.2020
 - 14:56
Voller dürfte es in den vergangenen Tagen überall dort geworden sein, wo die Corona-Testzentren sind, so wie hier in Berlin im Stadtteil Prenzlauer Berg.
An Bahnhöfen, in Einkaufszentren, in Restaurants und an Arbeitsstätten sind viel weniger Menschen unterwegs als sonst. Neue Google-Daten zeigen, wie stark sich die Menschen einschränken. Nur die Parks sind an einigen Tagen sogar voller.

Das Land steht still, es herrschen Kontaktbeschränkungen, von Reisen wird dringend abgeraten. Wer zu Hause bleibt, ist kein Stubenhocker mehr, sondern verantwortungsvoll und ein kleiner Held des Alltags.

All das spiegelt sich auch in den Bewegungsdaten wider, die unter anderem auch Google erhebt. Der Digitalkonzern hat diese jetzt zusammengefasst und für insgesamt 131 Länder der Welt veröffentlicht. Es handelt sich dabei um die ersten Daten dieser Art, die öffentlich zugänglich sind und die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen verdeutlichen.

Demnach bewegen sich die Deutschen in fast allen Vierteln sehr viel weniger, nur dort, wo die Menschen leben, steigt die Mobilität. In Restaurants, Cafés und Einkaufszentren sind demnach nur ein Viertel so viele Menschen unterwegs wie sonst, in Bahnhöfen, U-Bahnen und Bussen nur ein Drittel, in Supermärkten und Apotheken finden sich nur halb so viele Menschen und dort, wo die Menschen arbeiten, sind es 40 Prozent weniger. Um ein Zehntel mehr bewegen sich die Leute allerdings in und um ihre Wohnungen.

All diese Werte sind verglichen mit dem Durchschnittswert der ersten fünf Wochen dieses Jahres und zwei bis drei Tage alt, weil Google etwas Zeit braucht, um die Daten aufzubereiten. Als letzter Datenpunkt sind die Werte vom 29. März angeführt.

Dass es etwas gedauert hat, bis die Menschen in Deutschland den Ernst der Lage begriffen haben, zeigt ein Blick auf die Zahl der Parkbesucher. Die ist Mitte März mit dem warmen Wetter sprunghaft um 80 Prozent gestiegen. Ende März waren dann jedoch schon 50 Prozent weniger Menschen in den Parks unterwegs als im Durchschnitt der ersten fünf Wochen des Jahres. Dieser Wert schwankt allerdings stark mit den Wochentagen und dem Wetter.

Auch auf die Bundesländer blickt Google. In den Parks in Berlin ist die Zahl der Menschen demnach viel stärker gesunken als in Hamburg. Allerdings könnte auch dieser Wert stark mit dem Wetter zusammenhängen. Zudem schränkt Google ein, dass die Genauigkeit der Daten je nach Region variiert und dass die Mobilität natürlich auch davon abhängt, ob man auf Städte oder ländliche Regionen blickt.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Theile, Gustav
Gustav Theile
Redakteur in der Wirtschaft.
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