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FAZ plus ArtikelTech-Unternehmer Ismet Koyun

„Man denkt immer, dass der Türke einen Dönerladen hat“

Von Gustav Theile, Worms
 - 09:19
Ismet Koyun in seinem Büro in der Unternehmenszentrale von Kobil Systems

„Man denkt immer, dass der Türke einen Dönerladen hat“, sagt Ismet Koyun und blickt aus seinem Büro über Worms. Im Hintergrund stehen die Türme des Doms St. Peter. Er ist ein Mann, an dem fast alles unwahrscheinlich ist: Er ist Unternehmer, dabei sagt er Sätze wie: „Ich werde immer Kommunist sein.“ Er ist Deutschtürke und Unternehmer, dabei hat er eben keinen Dönerladen. Er ist Technologieunternehmer, dabei steht seine Firma eben nicht in München oder Berlin, sondern in Worms, gemessen an den Metropolen also in der Provinz. Und seine Produkte finden sich in vielen deutschen Haushalten, dabei ist die Marke kaum bekannt.

Kobil Systems heißt sein Unternehmen, ein Kunstwort aus Koyun und Bilgisayar, türkisch für Computer. Es produziert unter anderem die kleinen Tan-Generatoren für das Online-Banking. Seine Tan-App nutzen 20 bis 30 Millionen Menschen, auch große Banken und Versicherungen greifen auf die App zurück. Für Kobil arbeiten etwa 200 Menschen, 80 davon in Worms, sagt Koyun. Nach eigenen Angaben macht das Unternehmen im Jahr einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Koyun wird in Broschüren „Pionier für digitale Sicherheit“ genannt. Dass ihm nebenbei in der Türkei noch ein Hersteller von Saftkonzentraten gehört, ist für ihn kaum der Erwähnung wert.

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Das Unternehmen und der Unternehmer

Das Unternehmen Der Unternehmer Ismet Koyun gründete die Kobil Systems GmbH im Jahr 1986. Der Name setzt sich zusammen aus dem Nachnamen des Gründers und „bilgisayar“, türkisch für Computer. Erst schraubte Koyun Computer zusammen, später entwickelte er selbst Produkte. Einer der größten Umsatztreiber sind die von Banken und Versicherungen genutzten Tan-Generatoren. Die Kobil-Tan-App nutzen laut Koyun 20 bis 30 Millionen Menschen. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen 200 Angestellte und macht einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Mit 18 Jahren und 20 Mark kam Ismet Koyun im Jahr 1978 für ein IT-Studium in Worms nach Deutschland. Nach dem Studium lehnte er ein Angebot des deutschen IT-Unternehmers Heinz Nixdorf ab und gründete stattdessen 1986 im Alter von 26 Jahren seine eigene Computerfirma, die nach wie vor ihm gehört. Parallel dazu gehört ihm ein Saftproduzent in der Türkei. Ismet Koyun ist 59 Jahre alt, verheiratet und Vater dreier Kinder. Er lebt in Worms und hat die türkische und die deutsche Staatsbürgerschaft.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Theile, Gustav
Gustav Theile
Redakteur in der Wirtschaft.
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