FAZ plus ArtikelQuantencomputer vorgestellt

Rechnen mit kleinsten Teilchen

Von Alexander Armbruster und Stephan Finsterbusch
15.06.2021
, 20:58
Bei Stuttgart steht der erste kommerziell nutzbare Quantencomputer in Europa. Die Forschung verspricht sich von ihm bahnbrechende Ergebnisse, die Industrie kräftige Impulse.

„Das kommt heraus, wenn sich zwei Powerfrauen treffen“, sagt Heike Riel über den ersten Quantencomputer Europas, und dann schildert die hochdekorierte Spitzenforscherin die Geschichte ganz von vorn: das Weltwirtschaftsforum in Davos im kalten Januar 2019. Angela Merkel und Virginia Rometty. Die Bundeskanzlerin kommt mit der damaligen Chefin von IBM zusammen. Physikerin trifft Informatikerin. Kurze Begrüßung, ein paar nette Worte, dann stellt Merkel zwei Fragen. Erstens: Wie kann man mit den Quanten genannten Elementarteilchen eigentlich rechnen? Zweitens: Für was ist so ein Rechner gut?

Rometty hob zu einem der wohl wichtigsten Kurzvorträge ihrer Karriere an. Sie sprach von der merkwürdigen Welt der kleinsten Teilchen, von Phänomenen wie Überlagerung und Verschränkung, Unschärferelationen und Erscheinungen, die selbst Genies wie Einstein einst spukhaft vorgekommen waren. Teilchen, die zu Wellen werden; Wellen, die verknotet sind, und alles wirkt verschwommen. Eine Welt wie im Harry-Potter-Film. Das geisterhafte Verhalten der Quants könne heute aber gesteuert und gezielt genutzt werden. Schließlich habe IBM gerade einen richtigen Quantencomputer gebaut.

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Autorenporträt / Armbruster, Alexander (ala.)
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Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
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