Stiftung Warentest

Schlechte Noten für Online-Lebensmittellieferanten

26.09.2018
, 07:56
Das Gebäude des Lebensmittel-Onlineshops Mytime, aufgenommen am 11.05.2017 in Oldenburg (Niedersachsen).
Gerade erst hat Rewe verkündet, sein Online-Geschäft ausbauen zu wollen. Die Supermarktkette muss sich anstrengen: Kein Online-Lieferdienst konnte die Stiftung Warentest bei einer Prüfung überzeugen.
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Für den Lebensmitteleinkauf sollten Verbraucher nach wie vor lieber in den Laden statt ins Internet gehen. Wie die Stiftung Warentest am Mittwoch mitteilte, konnte kein Online-Lieferdienst die Tester überzeugen. Kühlwaren kämen häufig viel zu warm an, außerdem falle bei einigen Diensten extrem viel Verpackungsmüll an. Insgesamt prüfte die Stiftung zehn Dienste. Alle schnitten „befriedigend“ bis „ausreichend“ ab.

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Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, kamen in den Testhaushalten teils mit einer Temperatur von über 20 Grad Celsius an. Vier Grad sollten zum Beispiel beim bestellten Hähnchenfleisch aber nicht überschritten werden. Bei zwölf der insgesamt 50 Lieferungen war das georderte Waschpulver demnach zu riechen. Von 536 bestellten Eiern war zwar nur eins zerbrochen – die Erdbeeren jedoch waren oft matschig. Nur selten fehlte etwas.

„Liefern lassen ist nicht billig“, erklärte die zuständige Redakteurin des „test“-Hefts, Ina Bockholt. Das Zusammenstellen der Lebensmittel, das Verpacken und die Zustellung kosten demnach oft um die fünf Euro. Die Liefergebühren entfallen teils bei höheren Bestellwerten. Nicht wenige Anbieter fordern einen Mindestbestellwert, zum Beispiel von 40 Euro. Am besten bewerteten die Tester den Dienst MyTime.de.

Quelle: AFP
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