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FAZ plus ArtikelApple auf Kollisionskurs

Frontalangriff auf das iPhone

Von Roland Lindner und Hendrik Wieduwilt
 - 20:20
Einst zeigte Apple-Chef Tim Cook (Dritter von rechts) Donald Trump stolz sein Werk in Texas. Jetzt ist der Präsident sauer.

Der Streit über die Entschlüsselung der iPhones eines Attentäters wird zur Belastungsprobe für das zuletzt freundliche Verhältnis zwischen Apple und Donald Trump. Der amerikanische Präsident beklagte sich auf Twitter, der Konzern versperre den Zugang zu Handys von „Mördern, Drogendealern und anderen gewalttätigen kriminellen Elementen“, und das, obwohl ihm die Regierung ständig in der Handelspolitik und in vielen anderen Dingen helfe. Apple müsse die Regierung unterstützen, und zwar sofort.

In der Auseinandersetzung geht es um zwei iPhones eines saudischen Luftwaffenoffiziers, der im Dezember auf einem Militärstützpunkt in Florida mehrere Menschen erschossen hat. Der amerikanische Justizminister William Barr bedrängte Apple am Montag öffentlich, den Behörden bei der Entschlüsselung der Geräte zu helfen, und er warf dem Konzern vor, bislang „substantielle Hilfe“ verweigert zu haben. Apple verteidigte sich und wies darauf hin, den Behörden „viele Gigabytes“ an Daten geliefert zu haben, zum Beispiel von diversen Konten des Täters. Dies dürften aber Informationen sein, an die Apple auf seinen Rechnern herankommt und für die nicht das Entsperren der iPhones selbst nötig ist, denn genau dagegen sträubt sich das Unternehmen. Apple sagt, dazu müsste eine spezielle Software entwickelt werden, die als Hintertür für die Geräte fungiere, und wenn ein solcher Kniff einmal in der Welt sei, könne er auch von autoritären Regimes oder Kriminellen missbraucht werden. „Wir haben immer gesagt, es gibt keine Hintertür, die nur von Menschen mit guten Absichten genutzt werden kann.“

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NSA findet Windows-Lücke

NSA findet Windows-Lücke Im Betriebssystem Windows 10 von Microsoft, das auf Millionen von Computern installiert ist, ist eine Sicherheitslücke gefunden worden. Diese Schwachstelle hätte es potentiellen Hackern offenbar erlaubt, Computer mit Schadsoftware zu infizieren. Nach Angaben von Microsoft hat es aber keine entsprechenden Angriffe gegeben. Bemerkenswert an dieser Sicherheitslücke ist vor allem, wie sie ans Licht kam: Sie wurde von der amerikanischen Geheimdienstbehörde NSA gefunden, die dann den Softwarekonzern in Kenntnis gesetzt hat.

In der Vergangenheit hat die Behörde solche Schwachstellen oft für sich behalten und ausgenutzt, um selbst Hacking-Werkzeuge zu entwickeln. Und wenn sie Software-Hersteller doch über Sicherheitslücken informiert hat, wurde dies üblicherweise nicht publik. NSA-Direktorin Anne Neuberger hat bestätigt, dass die Behörde im Umgang mit Schwachstellen einen neuen Ansatz verfolge. Microsoft hat die Schwachstelle nach eigenen Angaben am Dienstag behoben.

Quelle: F.A.Z.
Autorenportät / Lindner, Roland
Roland Lindner
Wirtschaftskorrespondent in New York.
Twitter
Autorenporträt / Wieduwilt, Hendrik
Hendrik Wieduwilt
Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.
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