FAZ plus ArtikelVodafone startet „Standalone“

Jetzt ist 5G drin, wo 5G draufsteht

Von Thiemo Heeg, Frankfurt
12.04.2021
, 07:44
Der neue Mobilfunkstandard geht technologisch in eine neue Phase. „Standalone“ heißt das Zauberwort. Erst damit wird vieles möglich, was 5G für die Zukunft verspricht.

Hässlicher kann ein Gebäude kaum sein. Im Frankfurter Nordwesten steht auf einem ausladenden Betriebsgelände ein quadratischer Betonklotz. Fenster sucht man vergebens, eine Notfall-Wendeltreppe an der hellgrauen Außenwand ist das einzige architektonische Highlight. Kein Schild gibt einen Hinweis, wer dort residiert. Hohe Zäune und reichlich Überwachungskameras deuten jedoch an: So schmucklos die äußere Hülle, so wertvoll muss der Inhalt sein.

Das Gelände gehört dem Mobilfunkkonzern Vodafone. Publikumsverkehr gibt es nicht, nur die allerwenigsten Menschen kommen hier jemals rein. Wenn Vodafone doch ausnahmsweise zu einer Visite einlädt, hat das seinen Grund. Der schnöde Klotz im Stadtteil Rödelheim ist ein Rechenzentrum. Eines, das Mobilfunkgeschichte schreiben könnte. Es handelt sich um das allererste 5G-Rechenzentrum des Unternehmens. In ihm steckt die Softwarebasis des sogenannten Kernnetzes, das die 5G-Funkdaten transportiert und leitet. Was an Daten über das schnelle Netz fließt – hier müssen sie durch, hier werden sie verarbeitet. Was ganz früher das Fräulein vom Amt in der Vermittlungsstelle erledigte, erledigen längst Computer.

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Thiemo Heeg - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Thiemo Heeg
Redakteur in der Wirtschaft.
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