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Wirecard, eine Ermutigung

EIN KOMMENTAR Von Franz Nestler
31.08.2018
, 10:53
Wirecard wickelt Zahlungen für andere ab.
Noch Anfang des Jahrtausends setzte Wirecard auf Online-Wetten und Pornos, jetzt verdrängt es die Commerzbank aus dem Dax. Die deutsche Wirtschaft kann einiges aus ihrem Beispiel lernen.
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Es ist eine Geschichte, die so noch nicht in der deutschen Wirtschaft geschrieben wurde. Das Finanzunternehmen Wirecard hat es in weniger als 20 Jahren geschafft, von der kleinen Technologie-Klitsche zu einem Konzern aufzusteigen, der in Kürze im Dax notiert werden dürfte. Damit gehört das Unternehmen zu den 30 größten Konzernen der Industrienation Deutschland. Es ist der drittgrößte Finanzkonzern nach der Allianz und Munich Re und eines der seltenen Beispiele, dass es auch erfolgreiche große deutsche Technologieunternehmen geben kann. Noch Anfang des Jahrtausends setzte Wirecard auf die Abwicklung von Online-Wetten, auf Glücksspiel und auf Pornographie. Wie hat es Wirecard von Aschheim nahe München aus geschafft, die Welt zu erobern? Was kann die deutsche Wirtschaft daraus lernen?

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Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, muss man das Geschäftsmodell von Wirecard anschauen. Die Aschheimer sind Dienstleister und wickeln Zahlungen ab. Wirecard garantiert, dass das Geld auch tatsächlich fließen wird, und berechnet Händlern dafür eine Risikoprämie. Diese ist zwar relativ gering, doch mit dem rasant wachsenden Online-Handel steigen auch die elektronischen Zahlungen, so dass schnell eine erquickliche Summe zusammenkommen kann.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Nestler, Franz
Franz Nestler
Redakteur in der Wirtschaft.
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