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Veraltete Mobilfunktechnik

Wer schreibt heute noch SMS?

Von Thiemo Heeg, Frankfurt
Aktualisiert am 10.12.2019
 - 22:00
Eine Frau tippt auf einem Smartphone – vielleicht ja sogar eine SMS.
Im Jahr 2018 wurden 8,9 Milliarden Kurznachrichten verschickt, 2012 waren es noch 59,8 Milliarden. Dennoch wird die SMS auch in den nächsten Jahren nicht komplett verschwinden.

Wir leben im Zeitalter von Nachrichtendiensten wie Whatsapp. Wer schreibt da noch SMS? Die Frage ist nur leicht überspitzt: Die vor 27 Jahren erstmals verschickten Infoschnipsel sind seit geraumer Zeit auf dem absteigenden Ast. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 8,9 Milliarden SMS – kurz für Short Message Service – versendet. Das klingt nach viel, doch im Rekordjahr 2012 waren es fast siebenmal mehr: 59,8 Milliarden. Und der Abwärtstrend vollzieht sich in prozentual zweistelligen Dimensionen. Im Vergleich zu 2017 wurden 2018 rund 14 Prozent der früher so beliebten Kurznachrichten weniger verschickt.

„In der Nutzerkommunikation haben Messaging-Apps wie Whatsapp, Telegram oder Facebook Messenger die SMS weitestgehend verdrängt“, beschreibt der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, die Entwicklung. Und die Bundesnetzagentur konstatiert in ihrem neuen Tätigkeitsbericht: „Durch wachsende Verbreitung von Smartphones und der darauf basierenden Popularität von Messaging-Diensten hält die substituierende Wirkung weiter an.“ Die Lobbyvereinigung der Hightechbranche erwartet ebenso wie die Netzagentur, dass sich auch in diesem Jahr der Trend nach unten fortsetzt.

Notwendig für Mobile-Tan-Verfahren

Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick. In letzter Zeit war zu beobachten, dass der 2013 einsetzende regelrechte Absturz der Nutzung erst einmal Geschichte ist. Denn hätte sich der damalige Trend fortgesetzt, wäre zu erwarten gewesen, dass schon 2015 die letzte SMS geschrieben wird. Davon ist man weit entfernt. Zuletzt hat sich die Abwärtskurve deutlich abgeflacht. Selbst wenn der Schwund so weitergeht, dürfte die Technologie noch einige Jahre überleben. Ohnehin sind SMS für manche Smartphone-Nutzer unentbehrlich: Wer für sein Online-Banking ein Mobile-Tan-Verfahren eingerichtet hat, ist auf die Kurznachrichten angewiesen, wenn er Geld verschicken oder sich einloggen will.

Die Geschichte der SMS ist überschaubar lang. Die erste Kurznachricht wurde am 3. Dezember 1992 in Großbritannien verschickt, und zwar von einem Computer an ein Handy. Die maximal 160 Zeichen umfassende Kurzmitteilung machte es erstmals möglich, Texte unabhängig von Ort und Zeit über das Mobilfunknetz zu übermitteln. Heute verwenden noch viele Smartphone-Nutzer die SMS-Funktion, allerdings selten. In einer Umfrage gaben jüngst sechs von zehn Nutzern an, mit ihrem Gerät auch SMS zu schreiben oder zu empfangen. 54 Prozent der Nutzer verwenden Messaging-Apps.

Quelle: F.A.Z.
Thiemo Heeg - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Thiemo Heeg
Redakteur in der Wirtschaft.
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