FAZ plus ArtikelDividenden

Konflikte mit EZB werden für Banken teuer

Von Markus Frühauf
21.01.2021
, 11:23
Ob Boni oder Dividenden: Ohne Zustimmung der Aufseher bei der Europäischen Zentralbank können Kreditinstitute kaum noch Geld ausschütten. Das ist auch der Deutschen Bank bewusst.

Dem Aktienkurs der Deutschen Bank hat die Nachricht über eine variable Vergütung für die Mitarbeiter im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1,8 Milliarden Euro nicht geholfen: Der Kurs gab zeitweise um 1,4 Prozent auf 9,16 Euro nach. Am vergangenen Freitag waren es noch zwischenzeitlich mehr als 10 Euro gewesen. Die Investoren hat ein Bericht des „Handelsblatt“ nicht ermutigt, wonach die Deutsche Bank eine Anhebung der Erfolgsprämien erwägt. Damit sollen die Leistungsträger, insbesondere die Investmentbanker, vor einer Abwanderung zur Konkurrenz abgehalten werden.

Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern, ebenso wie im Dezember, als die Nachrichtenagentur Bloomberg von Plänen zu einer Anhebung der Boni für die Anleihehändler von 10 Prozent berichtet hatte. Nach den guten Zahlen im dritten Quartal hatte Finanzvorstand James von Moltke nicht nur einen Vorsteuergewinn in Aussicht gestellt, sondern auch die Honorierung einer „konkurrenzfähigen Performance“. Dass sich die Deutsche Bank derzeit nicht zu weit aus dem Fenster lehnt, hat einen guten Grund: Sie muss sich mit den Aufsehern der Europäischen Zentralbank (EZB) abstimmen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
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